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Alandbrücke 1928

Blick auf die Stadt

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Die Alandbrücke war jeher von unschätzbarem Wert für die hiesige Landwirtschaft. Die erste Brücke über den Fluss Aland wurde 1854 aus Holz erbaut, um die fruchtbaren Wiesen auf dem Alandwerder für das Vieh nutzen zu können. Pastor Friedrich Wilhelm Bodemann schreibt darüber in seinen "Denkwürdigkeiten, die sich im Städtlein Schnackenburg zugetragen haben" von 1857: "Vollständig genützt kann und wird sie jedoch erst dann werden, wenn sie einmal weniger als bisher überjagt werden und wenn sodann eine Brücke über den Aland erbaut sein wird. Denn nur dann wird nicht allein den Milchmädchen täglich wenigstens 1 Stunde Zeit erspart werden können, die jetzt bei dem Warten auf das Ueberfahren mit dem Kahne verloren geht und oft gar übel zu allerlei Geträtsch ausgebeutet wird, sondern es werden dann auch zur Heuärndte, wo Hunderte von Fudern Heu von den Stresow´schen Wiesen geholt werden, mindestens 20 Fuder des Tages mehr geholt werden können, was von großer Wichtigkeit ist, zumal bei hohem Sommerwasser."

Nach über 100 Jahren wurde 1959 eine neue Alandbrücke eingeweiht. Die Elbe-Jetzel-Zeitung schreibt dazu am am 28.09.1959: "Im Schmucke vieler bunter Wimpel und Fahnen stand zum vergangenen Wochenende Niedersachsens kleinste und östlichste Stadt. Sie beging am Sonnabend festlich die Einweihung ihrer neuen Alandbrücke, die man nach dem derzeitigen Finanz- und frühereren Wirtschaftsminister Hermann-Ahrens-Brücke benannte, weil Minister Ahrens einer der Hauptbeteiligten gewesen ist, als der Dreijahresplan aufgestellt wurde, der dem östlichsten Zonenrandgebiet des Kreises und des ganzen Landes Niedersachsen diverse wirtschaftliche "Kraftspritzen" injiziert. Eines der wichtigsten Vorhaben war dabei der Bau einer massiven Brücke über den Aland anstelle der bisherigen Holzkonstruktion, die alljährlich bei Hochwasser mitunter mehrmals abgebaut werden musste." Der ganze Artikel und noch weitere Informationen über die Alandbrücke können in der 2023 zum Anlass des 650 jährigen Bestehens der Stadt Schnackenburg erschienenen Stadtchronik nachgelesen werden. Diese ist im Grenzlandmuseum erhältlich.

Die marode gewordene Brücke wurde 2024 durch einen Neubau nach heutigem Stand der Technik ersetzt. Diese dritte Brücke ist am 30.08.2024 feierlich eingeweiht worden. Die Elbe-Jetzel-Zeitung schrieb dazu: "Damit schließt sich gleichzeitig ein großes Kapitel örtlicher Investitionen. Die Brücke belastete mit etwa 200.000 Euro Eigenanteil die städtischen Finanzen stark. Das Gesamtvolumen von ungefähr 1,6 Millionen Euro finanzierte sich zum größten Teil über die Flurbereinigung. Am Ende ist die Kalkulation offenbar aufgegangen. [...] Schwierigkeiten bereitete eher der Zeitrahmen. Über ein Jahr dauerten die Bauarbeiten, die einst im Juni 2023 gestartet und eigentlich zum Jahresende auch wieder beendet sein sollten. Doch das Hochwasser im Dezember durchkreuzte diese Pläne; die Bauarbeiten liefen erst nach ausreichendem Ablaufen des Aland-Wassers Mitte April wieder an. Der landwirtschaftliche Verkehr fährt bereits seit Wochen über die neue Brücke, wie es aus Schnackenburg hieß. Die Freigabe dafür erfolgte am 15. Juli." (Quelle: https://www.ejz.de/feierstunde-schliesst-schnackenburger-grossprojekt-ab-id374762.html)

© 2026 Stephan Prieß

 

The Aland Bridge has long been of inestimable value to local agriculture. The first bridge across the Aland River was built of wood in 1854 to enable the use of the fertile meadows on the Alandwerder for livestock. Pastor Friedrich Wilhelm Bodemann wrote about this in his 1857 work, "Memorable Events in the Small Town of Schnackenburg": "However, it can and will only be fully utilized once the crossings are made less frequently than at present and a bridge over the Aland has been built. For only then will it be possible to save the milkmaids at least one hour of time daily—time currently lost waiting to be ferried across in a punt, and often misused for all manner of idle gossip—and, furthermore, during the hay harvest, when hundreds of wagonloads of hay are brought in from the Stresow meadows, at least twenty additional loads could be transported each day; this is a matter of great importance, especially when summer water levels are high."

A new Aland Bridge was inaugurated in 1959, replacing the previous structure after more than a century. On September 28, 1959, the "Elbe-Jetzel-Zeitung" reported: "Lower Saxony’s smallest and easternmost town was decked out in colorful pennants and flags last weekend. On Saturday, it celebrated the inauguration of its new Aland Bridge—named the 'Hermann Ahrens Bridge' after the incumbent Minister of Finance and former Minister of Economics. Minister Ahrens had played a key role in drafting the three-year plan designed to inject a much-needed economic boost into this easternmost border region of the district and the state of Lower Saxony. One of the plan's most important projects was the construction of a solid bridge over the Aland River to replace the existing wooden structure, which had to be dismantled—sometimes repeatedly—each year during periods of high water." The full article and further information about the Aland Bridge can be found in the town chronicle published in 2023 to mark Schnackenburg’s 650th anniversary; the chronicle is available at the "Grenzlandmuseum".

In 2024, the bridge—which had fallen into disrepair—was replaced by a new structure built to modern technical standards. This third bridge was ceremonially inaugurated on August 30, 2024. The "Elbe-Jetzel-Zeitung" reported: "This also marks the conclusion of a major chapter in local investment. The bridge placed a significant strain on municipal finances, requiring a local contribution of around 200,000 euros. The total project cost of approximately 1.6 million euros was largely funded through the land consolidation scheme. Ultimately, the financial calculations appear to have worked out. [...] The timeline, however, proved more problematic. Construction work lasted over a year; having begun in June 2023, it was originally scheduled for completion by the end of that year. However, flooding in December thwarted these plans; work did not resume until mid-April, once the waters of the Aland had sufficiently receded. According to reports from Schnackenburg, agricultural traffic has already been using the new bridge for weeks; it was officially opened to such traffic on July 15." (Source: https://www.ejz.de/feierstunde-schliesst-schnackenburger-grossprojekt-ab-id374762.html)

© 2026 Stephan Prieß

Ort Schnackenburg
Autor Stephan
Kategorien
Stadtbild
Erinnern
Brücke/Fluss
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Schnackenburg
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Historie
Stadtgeschichte
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Wendland-Archiv
Urheber
Philipp Linkersdörfer
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Stephan Prieß
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