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Alte Silberschmiede

Eine Symbiose zwischen modernem und traditionellem Handwerk

Schon vor 3500 Jahren hat man in Ägypten Goldschmuck angefertigt. Auch die vornehmen Römer und die Griechen schätzten Hausgeräte und Schmuck aus Edelmetall.

Im Mittelalter galt dann die Kaiserkrone und wunderschönes sakrales Gerät als Inbegriff der Gold- und Silberschmiedekunst. Augsburg hat sich im 16. und 17. Jahrhundert zu einem führenden und produktiven Zentrum der Gold- und Silberschmiedekunst entwickelt.

Einige Zahlen belegen das. So gab es in unserer Stadt zum Beispiel im Jahr 1675 187 Gold- und Silberschmiedemeister. 1740 waren es 275 und im Jahr 1788 wissen wir, es gab 88 Bäcker und 166 Goldschmiede. Es gab also eine Zeit, da hat in unserer Stadt jeder zweite sein Geld direkt oder indirekt in diesem Handwerk verdient.

Und inzwischen sind wir in der Alten Silberschmiede angekommen. Herr Bartel-Zwack wird uns jetzt sagen, was hat sich in diesem Handwerk zwischen damals und heute verändert. Und wir werfen auch einen Blick in die Werkstatt.

Herzlich willkommen in der Alten Silberschmiede. Mein Name ist Patrick Bartel-Zwack. Ich bin nunmehr die dritte Generation, die hier arbeiten und „schon fast leben darf“. Um Ihnen die Symbiose zwischen modernem Handwerk und dem traditionellen Handwerk zu zeigen, entführe ich Sie in unsere Räume.

Oft dürfen wir unsere Kunden bei dem emotional wichtigsten Schmuckstück, dem Verlobungsring, begleiten und mithilfe von modernster Computertechnologie und 3D-Druck wird das Schmuckstück in einem zarten Kunststoff schon Realität, bevor der fertige Ring in der Hand liegt um so die Vorstellungskraft perfekt unterstützen zu können.

Das Goldschmieden ist ein sehr persönlich, auf kleinem Raum stattfindendes Kunsthandwerk. Wir haben beim Goldschmiede-Tisch eine schöne Ausbuchtung, meist in Holz gehalten, denn der ganze Werktisch ist Werkzeug.

Hier der sogenannte Feilnagel, an dem wirklich robust gearbeitet wird und dem Werkzeug eine Führung gegeben wird, wenn das Werkstück dort angelehnt wird.

Hier unten, in dem Fall eine Schublade, bei alten Tischen oft auch ein Lederfell, in der das übrige Edelmetall gesammelt wird und somit kein Gramm verlorengeht. Um zum Beispiel für die kleinen Edelsteine, die wir oft einfassen müssen in die Schmuckstücke, braucht man auch feine kleine Bohrer.

Manchen Kunden erinnert das auch an den Zahnarzt. Ansonsten ist alles wie früher. Alle Werkzeuge, die im Ursprung seit jeher den Goldschmied begleiten. Das Löten, eine Gasflamme. Bis auf das moderne Licht dürfte alles nahezu so sein wie damals.

So, nun wünsche ich Ihnen noch viel Spaß auf dem weiteren Weg durch die Stadt. Ich bedanke mich für Ihr Interesse.

Unser Weg führt uns immer weiter in die verwinkelten Gassen dieses romantischen Handwerkerviertels hinein. Vorbei an kleinen inhabergeführten Läden, an schönen Wohnhäusern und an abwechslungsreicher Gastronomie, gehen wir zu einem Handwerker, der stets Zugang zu viel Wasser brauchte. Zum Gerber.

Kommen Sie mit. Wir gehen zum letzten Gerbermeister unserer Stadt, zu Herrn Aigner.

Ort Augsburg
Autor Regio Augsburg ...
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Bildquelle
Regio Augsburg Tourismus
Urheber
Andreas Horvath / Gamble Productions
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