Alter Kornmarkt
Die Herzogspfalz der Bajuwaren am Alten Kornmarkt geht auf das 6. Jahrhundert zurück und entstand unter der Herrschaft der Agilolfinger.
Regensburg war bis um 1100 die Hauptstadt des Herzogtums Bayern. Die herzogliche Pfalz am Alten Kornmarkt diente dabei als Herrschaftssitz. Die Stadtherrschaft selbst aber war geteilt zwischen dem Herzog, dem König (vertreten durch den Regensburger Burggrafen, links) und dem Bischof. Schon die Agilolfinger wählten Regensburg als Hauptstadt. Das ehemalige Legionslager „Castra Regina“ eignete sich besonders gut als Residenzstadt, da die alten Mauern Schutz boten.
Nachdem der agilolfingische Herzog Tassilo III. im Jahr 788 von Karl dem Großen entmachtet wurde, wurde das Herzogtum Bayern Teil des Fränkischen Reichs. Karl der Große hielt sich daraufhin mehrmals in der Herzogspfalz am Alten Kornmarkt auf, um die Eingliederung Regensburgs in das Reich zu beaufsichtigen. Zudem baute er die Pfalzgebäude zu einer Königspfalz der Karolinger aus.
Ludwig der Deutsche und seiner Gemahlin Hemma regierten ab dem Jahr 826. Die Herzogspfalz wurde dabei das Zentrum seiner Königsmacht. Im heutigen Westen des Kornmarktes befanden sich die Wohngebäude des Königs und der Reichssaal. Im Osten lagen die Wirtschaftsgebäude sowie andere Unterkunftsgebäude. In staufischer Zeit stieg die Stadt bis 1245 zu einer selbst verwalteten Reichsstadt auf, was immer wieder zu Konflikten mit dem Herzog führte. Die Pfalz, die er sich mit dem König teilte, verlor dadurch an Bedeutung, blieb aber bis in die Neuzeit erhalten.
Warum wählten die Herrscher im Mittelalter Regensburg als Hauptstadt des Herzogtums Bayern? Begründe.
Quellen:
Schmid, Peter: Regensburg. Stadt der Könige und Herzöge im Mittelalter (Regensburg hist. Forschung 6), Kallmünz, 1977.
| Ort | Regensburg |
| Autor | Hannah Rem |
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Der Alte Kornmarkt
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