Bahnhof
Von 1893 bis 1970 verband die Bregtalbahn Furtwangen mit Donaueschingen. 1979 wurde das ehemalige Bahnhofsgebäude abgerissen. Heute befindet sich dort die Zufahrt zur Umgehungsstraße.
Die ukrainischen Zwangsarbeiterinnen gelangten mit der Bahn nach Furtwangen. Viele waren aus ihrer Heimat entführt worden. Maria Wdowenko berichtet: „Am 25. Mai 1943 wurde ich mit vorgehaltener Waffe nach Deutschland verschleppt. Es gelang mir zu fliehen und mich zwei Wochen lang zu verstecken. Dann wurde ich gefasst und wieder verschleppt."
Sie reisten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Maria Koschul'ko erinnert sich: „Wir fuhren in einem Güterzug. Unterwegs war es kalt, wir waren am Verhungern."
Nach Kriegsende verließen die Zwangsarbeiterinnen Furtwangen ebenfalls mit der Bahn. Im September 1945 fuhren die Ukrainerinnen zunächst ins sächsische Zeithain. Im dortigen Durchgangslager befragte sie der sowjetische Inlandsgeheimdienst NKWD. Erst dann durften sie in die Heimat zurückkehren. Sie wurden verdächtigt, mit den Deutschen gemeinsame Sache gemacht zu haben. Aus Angst vor Verfolgungen schwiegen viele über ihre Erlebnisse in Deutschland bis zum Zerfall der Sowjetunion Ende der 1980er Jahre.
| Ort | Furtwangen im Schwarzwald |
| Autor | Uhrenmuseum Fur... |
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| Bildquelle | Stadtarchiv Furtwangen, Nachlass Hugo Maier, B7 (© Stadtarchiv Furtwangen) |
| Urheber | Unbekannt |
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| Zugeordnete Touren | Zwangsarbeit in Furtwangen |