Barackenlager
Das Lager für die ukrainischen Zwangsarbeiterinnen stand auf dem „Baduf-Platz“, einer Freifläche zwischen dem Schwimmbad und der Firma B. Ketterer Söhne. Heute befindet sich dort die Weibert-Mahler-Straße.
Um „Ostarbeiterinnen“ beschäftigten zu können, mussten die Betriebe nachweisen, dass sie in einem separaten Lager untergebracht werden konnten. Denn Kontakte zwischen den Arbeiterinnen und der deutschen Bevölkerung sollten möglichst vermieden werden. Anfangs durften sie das Lager nur zur Arbeit verlassen.
Für den Lagerbetrieb gründeten die Furtwanger Betriebe eine „Lagergesellschaft“. Die Stadt stellte nur das Gelände zur Verfügung. Im September 1942 ließ die Gesellschaft drei Baracken für jeweils 80 Personen errichten. Im Sommer 1943 war das Lager mit 260 Personen mehr als voll belegt. Je 20 Personen teilten sich einen Raum. Aufgrund der beengten Situation breiteten sich Parasiten aus. Über die schlimmen Zustände im Lager drang nur wenig nach außen.
Die Ukrainerinnen waren dem brutalen Aufseher schutzlos ausgeliefert. Auch die Verpflegung war miserabel. Am 12. September 1943 schrieb Jewdokija Baschlaj an ihre Schwester: „Wir essen immer noch die alten Kartoffeln, anderes Gemüse habe ich noch keins gegessen, zwei Tomaten haben wir jeder bekommen, das war alles."
| Ort | Furtwangen im Schwarzwald |
| Autor | Uhrenmuseum Fur... |
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| Bildquelle | Furtwangen. Beiträge zur Geschichte einer Stadt im Schwarzwald. Bd. 2: 1873-1948, Furtwangen 2009, S. 321 |
| Urheber | Unbekannt |
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