Bürger- und Familienpark 1966
Hören Sie noch das entfernte Rumpeln alter Güterzüge? An diesem Ort – dem ehemaligen Kohlensammel- und Verteilerbahnhof von Oelsnitz – waren Tag und Nacht Lokomotiven im Einsatz und beförderten Kohle, ohne die Sachsen nicht so rasch gewachsen wäre.
Manche Lokomotive hatte bis zu 80 Waggons am Haken. Die Bahnanlagen hier verbanden Oelsnitz mit den Chemnitzer und Zwickauer Industriegebieten und dem überregionalen Schienennetz.
Die Steinkohle aus dem Lugau-Oelsnitzer Revier war besonders als Lokomotivkohle für die sächsischen Eisenbahnen begehrt. Aber auch als Kesselkohle für die großen Maschinen- und Textilfabriken nicht nur in Sachsen wurde sie zur wichtigen Triebkraft des Landes, das man damals als „Werkstatt Deutschlands“ bezeichnete.
Wenn wir heute ins Verkehrsmuseum am Dresdner Neumarkt schauen, sehen wir die älteste erhaltene Dampflokomotive Deutschlands – die „Muldenthal“. Sie entstand in den Fabrikhallen des sächsischen Lokomotivkönigs Richard Hartmann in Chemnitz, der ebenfalls Kohle aus Oelsnitz bezog.
Und natürlich gingen von hier Tonnagen an Kohle in die Kraftwerke, um Elektroenergie daraus zu erzeugen. Ihr Aufschwung, ihre Verbreitung, die wir heute beinahe achtlos als gegeben betrachten, wurde durch die sächsische Steinkohle mit ermöglicht.
Die Lugau-Oelsnitzer Kohle eignete sich kaum zur Verkokung.
Steinkohle wurde aus Zwickau bezogen.
| Ort | Oelsnitz/Erzgebirge |
| Autor | Oelsnitz im Erz... |
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| Bildquelle | Günter Meyer, Aue |
| Urheber | Unbekannt |
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| Zugeordnete Touren | Zeitreise Oelsnitz/Erzgeb. – Entdeckertour Zeitreise Oelsnitz/Erzgeb. – Kompakte Tour |