Buntentorsfriedhof 1930
Der Buntentorsfriedhof wurde 1922 als Begräbnisstätte für Lehnstedter Bauern gegründet und ist der älteste nicht-kirchliche Friedhof Bremens. Eine Besonderheit war die genossenschaftliche Organisationsform, durch welche die Bürger:innen selbst dem Mangel an Bestattungsmöglichkeiten au der Neustadtseite Abhilfe zu schaffen. 1939/1940 wurde die Vereinigung entschädigungslos enteignet und der Friedhof wurde der kommunalen Verwaltung unterstellt.
Im Krieg erlitt der Friedhof schwere Bombenschäden, was unteranderem die Kapelle und einige der Grabmonumente betraf. Zwischen 1949 und 1952 erfolgten verschiedene Umbauten und 1950 der Neubau einer neoklassizistischen Kapelle.
Die Besonderheit des Friedhofes sind die Kombination aus dem wohl ältesten Sinti-Grab in Bremen, dem 1929 eingerichteten Grab der Familie Johann Dickel, sowie der größten derzeit bekannten Grabanlage von Menschen, die die Verfolgung während der NS-Zeit überlebten. Es handelt sich hierbei um eine Grabstädte von ca. 60 Sinti und Roma, von denen nachweislich 20 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.
Textquellen:
Monika Porsch
Bremer Strassenlexikon Gesamtausgabe
Schünemann Verlag
ISBN 3-7961-1850-X
Bremen, 2003
Seite 53
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| Ort | Bremen |
| Autor | Oliver Rosteck |
| Kategorien | Stadtbild |
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| Bildquelle | Herbert Schwarzwälder Bremen im Wandel der Zeit - Die Neustadt Carl Schünemann Verlag ISBN 3 7961 1654 X Bremen, 1973 S. 154 |
| Urheber | Carl Schünemann Verlag Bremen |
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| Bildquelle Vergleichsbild | Neubau der Friedhofskapelle |