Christinenstift um 1909
Christinenstift
Die historische Ansicht des Gebäudes zeigt den Bauzustand nach 1909. Die überdeckte Terrasse war für die Pensionsgäste angebaut worden. Im Hintergrund sieht man den viereckigen Backsteinbau der Kinderbewahranstalt. Das Christinenstift wurde 1898/1902 als Krankenhaus gebaut. Die Ausstattung entsprach dem damals modernsten Standard mit Zentralheizung und Wasserklosetts. Der Kölner Veleger und Industrielle August L. Neven DuMont machte es den Unkelern zum Geschenk und benannte es nach seiner Ehefrau Christine. Neven DuMont hatte das Grundstück mit dem alten Zehnthofgebäude erworben, das eine vielhundertjährige Geschichte als Verwaltungssitz des Kölner Domkustos hinter sich hatte und nach der Säkularisation 1803 in Privathand übergegangen war.
Der Orden der Cellitinnen aus der Kupfergasse zu Köln betrieb das Haus bis 1982. In beiden Weltkriegen diente das Krankenhaus als Lazarett für verwundete Soldaten. 1960 genügte der Krankenhausbetrieb nicht mehr den hygienischen und technischen Anforderungen und musste schließen. Die Entbindungsstation bestand noch bis 1973. Das Christinenstift wurde in ein Seniorenheim verwandelt. Seit 1982 wird es von dem Orden der Franziskanerinnen von St. Josef zu Ägidienberg und Waldbreitbach geführt. Trotz zahlreicher Um- und Erweiterungsbauten hat der Kernbau von 1902 noch heute sein Aussehen bewahrt.
| Ort | Unkel |
| Autor | Unkel |
| Kategorien | Stadtbild |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Stadtarchiv, Bild A024 |
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