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1842 2020
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Das Querdielenhaus 1842

Traditionelle Baukultur in Norddeutschland

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Bei diesem Gebäude handelt es sich um ein Querdielenhaus von 1842. Das Querdielenhaus ist ein historischer Haustyp, der vor allem in Norddeutschland verbreitet war. Charakteristisch ist die quer zum First angeordnete Diele, also der zentrale Arbeits- und Verkehrsraum des Hauses. Im Gegensatz zum bekannteren Hallenhaus verläuft die Diele hier nicht längs, sondern quer durch das Gebäude.

Ursprünglich vereinte das Querdielenhaus Wohnen, Arbeiten und Lagern unter einem Dach. Die Diele diente als vielseitiger Raum, etwa zum Dreschen von Getreide, für handwerkliche Tätigkeiten oder als Zugang zu Stall und Wohnräumen. Die Wohnstuben lagen meist seitlich der Diele, während Wirtschaftsbereiche klar funktional angebunden waren.

Die Inschrift am Dielentor lautet: „Johann Christian Kruse. Anna Catharina Kruse geborne Schulz. Holtorf den 3ten Junius Anno 1842“. Beide kamen gebürtig aus Holtorf und wurden 1841 in der Holtorfer Kirche getraut. Sie entstammten Holtorfer Halbhufner-Familien.

Ein Halbhufner war in der historischen Landwirtschaft ein Bauer mit einem mittelgroßen Hof, der hinsichtlich Besitz und sozialer Stellung zwischen Vollbauern und Kleinstbauern stand. Gegenüber seinem Grundherrn war der Halbhufner zu Abgaben, Frondiensten und weiteren Leistungen verpflichtet. Dazu gehörte auch die Stellung eines aus zwei Pferden bestehenden Gespanns, das für Pflugarbeiten oder Fuhrdienste eingesetzt wurde.

© 2026 Stephan Prieß

 

This building is a cross-plank house from 1842. The cross-plank house is a historical house type that was particularly common in northern Germany. A characteristic feature is the hallway arranged across the ridge, i.e. the central work and circulation space of the house. In contrast to the more well-known hall building, the hallway here does not run lengthwise, but rather across the building.

The cross-plank house originally combined living, working and storage under one roof. The hallway served as a versatile space, for example for threshing grain, for craft activities or as access to the stable and living quarters. The living rooms were usually located to the side of the hallway, while utility areas were clearly functionally connected.

The inscription on the hall gate reads: "Johann Christian Kruse. Anna Catharina Kruse née Schulz. Holtorf the 3rd of June, 1842". Both were born in Holtorf and were married in the Holtorf church in 1841. They came from Holtorfer half-hoofed families.

In historical agriculture, a half-hoofed farmer was a farmer with a medium-sized farm who was between full-time farmers and small farmers in terms of property and social status. The half-hoofed man was obliged to pay taxes, compulsory labor and other services to his landlord. This also included the provision of a two-horse team that was used for plowing or carting.

© 2026 Stephan Prieß

Ort Schnackenburg
Autor Stephan
Kategorien
Stadtbild
Tourismus
Erinnern
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Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Wendland-Archiv
Urheber
Unbekannt
Urheber Vergleichsbild
Jakob Kayser
Lizenz Vergleichsbild Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle Vergleichsbild Denkmalatlas Niedersachsen

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