videocam Video
comment Kommentieren
share Teilen
info Infos

Die Porta Praetoria 2014

Ehemalige Toranlage der Römer

Die Porta Praetoria

Die Porta Praetoria ist eines von vier Toren, welches von den Römern gebaut wurde, um in ihr Legionslager zu gelangen. Es wurde vor circa 2000 Jahren erbaut. Römische Soldaten gingen hier schon ein und aus. Dieses Bauwerk ist etwas ganz Besonderes. Nur noch einmal in ganz Deutschland gibt es ein so altes Tor, nämlich das Porta Nigra in Trier. Diese beiden sind die einzigen noch erhaltenen römischen Stadttore in ganz Deutschland.[1]

Von den ehemals vier Toren des Legionslager ist nur noch die Porta Praetoria erhalten. Ein Grund für den Erhalt ist, dass im Mittelalter das Tor lange als Stadttor genutzt wurde, damals mit dem Namen Porta Aquarum (Wassertor).[2] Da die Stadt Regensburg stetig gewachsen ist, verloren die anderen drei Außentore schon bald ihre Funktion. Diese sind, wenn überhaupt, nur noch als Fundamentreste tief im Boden erhalten.[3]

Um 1454 wurde das Tor in die Nordwand des bischöflichen Brauhauses verbaut, zugemauert und vergessen. Als 1885 ein Gebäudeteil des Bischofshofs wieder abgerissen wurde, entdeckte man die Porta Praetoria wieder. Man erkannte den Wert der Anlage und konserviert diese. [4]

Die Historiker sind sich darüber uneinig, wie die Toranlage mal ausgesehen haben könnte. Wahrscheinlich war diese mal dreigeschossig und besaß zwei Durchgänge, wovon wir heute nur noch einen sehen können. Der zweite Durchgang war wahrscheinlich links neben dem Torbogen. Ziemlich sicher sind sich die Historiker aber, dass die Tore mit Holztüren verschlossen werden konnten. Der Torbogen besteht aus 13 großen Kalksteinen. Sie sind ohne Mörtel zusammengefügt worden.

An den Außenseiten der Anlage stand jeweils ein Torturm. Auch hier ist nur noch einer teilweise erhalten. Östlich des Tors kann man noch einen der Tortürme teilweise erkennen. Er ist heute nur 11 Meter hoch. Ursprünglich betrug seine Höhe wahrscheinlich mal 20 Meter.[5]

Auffällig ist, dass die Steine der Toranlage dunkel verfärbt sind. Diese Verfärbungen kommen durch rußige Heizungsluft und Abgase, denen das Tor Jahrhunderten ausgesetzt war.[6] 

 

Jetzt bist du dran! - Fragen und Arbeitsaufträge

1) Im Text hast du erfahren, dass der Torbogen ohne Mörtel erbaut worden ist, trotzdem steht dieser noch heute. Wie kann das sein? Überlege dir, wie die Römer dieses Tor erbaut haben könnten, falls du keine Idee hast, schau dir das Video an.

2) Täglich kommen viele Touristen nach Regensburg und bewundern die Porta Praetoria. Ist dir bewusst, was so besonders an diesem Römertor ist? Stell dir vor, du sollst einem Touristen eine Empfehlung für Sehenswürdigkeiten in Regensburg geben. Was spricht für einen Besuch der Porta Praetoria?

 

Quellen-/Literaturhinweise:

[1] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.73.

[2] Dietz, Karlheinz; Fischer, Thomas: Die Römer in Regensburg, 1996, S. 89.

[3] Welterbe Kulturfonds Regensburg – die Förderer e.V: Porta Praetoria, 2017.

[4] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.73. 

[5] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.74-75.

[6] Heike, Haala: Die Porta Praetoria mit neuem Gesicht, 2016.

(Eintrag und Video erstellt von: Mirjam Hufmann)

Ort Regensburg
Autor Stadtgeschichte...
Kategorien
Stadttor/-mauer
Suchbegriffe / Tags
Porta Praetoria
Stadttor
Lizenz Creative Commons BY
Bildquelle
Porta Praetoria in Regensburg
Urheber
High Contrast
Zugeordnete Touren Funktionsweisen antiker Städte: Regensburg

Satellitenansicht

Kommentare

Bild des Benutzers Stadtgeschichte-2.0-UR

Porta Praetoria in Regensburg