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Ehem. Synagoge Sulzburg 2018

Die Synagoge ist heute ein Ort des Gedenkens u d Begegnung.

Nelly's Vater Oskar Heilbrunner wurde in Sulzburg geboren. Deshalb besuchten wir die Synagoge Sulzburg und Sibylle Höschele lehrte uns, Zeichen von früherem jüdischen Leben zu erkennen.

Die ganze unglaubliche Rettungsgeschichte finden Sie auf unserer Website www.geschichtswerkstatt-fr.de: 'Sie waren so alt wie Du! - Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg 1936-1940'.

Zu unserem Projektverlauf

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https://commons.wikimedia.org/wi...

Seit dem Mittelalter existierte in Sulzburg eine bedeutende jüdische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert betrug der jüdische Bevölkerungsanteil der Stadt bis zu 31 %. Die klassizistische Synagoge von 1822 in der Mühlbachstraße ist ein Gebäude aus der Weinbrenner-Schule. Architekt war Johann Ludwig Weinbrenner, ein Neffe von Friedrich Weinbrenner. Die Nähe zu den Nachbarhäusern rettete das Gebäude am 10. November 1938 vor der kompletten Zerstörung. Die noch lebenden jüdischen Bürger wurden jedoch, wie in ganz Baden, am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Das Gebäude wurde nach jahrzehntelangem Verfall auf Initiative der Anna-Hugo-Bloch-Stiftung in den 1980er Jahren restauriert und dient heute als Museum und Konzertsaal.

 

Geschichte, https://de.wikipedia.org/wiki/Sy...

Die Entstehung der jüdischen Gemeinde Sulzburg geht in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurück. Das heute noch bestehende Synagogengebäude wurden nach den Plänen des Architekten Johann Ludwfig Weinbrenner, einem Neffen des bekannten badischen Architekten Friedrich Weinbrenner, errichtet. Sie wurde in einem spätbarock-klassizistischen Mischstil erbaut. In den Jahren 1876/77 wurde die Synagoge renoviert und im Untergeschoss ein rituelles Bad (Mikwe) eingebaut.

Die Synagoge in Sulzburg war nach den Synagogen in Karlsruhe und Randegg der dritte Synagogenbau im damaligen Großherzogtum Baden und ist heute die einzige nicht zerstörte Synagoge aus der Architekturschule Friedrich Weinbrenners.

Architektur

Der rechteckige Synagogenbau besitzt einen giebelbekrönten dorischen Portikus über dem Eingang und an der Ostwand eine eingelassene Nische für den Toraschrein. An den Längsseiten sind unten je fünf von einem Rundbogen überhöhte Zwillingsfenster und darüber fünf Rundfenster auf der Höhe der Empore vorhanden. Die dreiseitige Frauenempore ist durch zwei hölzerne Wendeltreppen im Innern des Gebäudes zu erreichen. Über dem Giebel sind zwei aus Sandstein gefertigte Gebotstafeln angebracht.

Zeit des Nationalsozialismus

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge schwer demoliert. Über die Vorgänge an diesem Tag in Sulzburg liegen nähere Informationen aus den Prozessakten der II. Strafkammer des Landgerichts Freiburg vor. Bei diesem Prozess am 15. Dezember 1947 wurde der frühere Müllheimer Kreisleiter Hugo Grüner als Drahtzieher der Aktionen in Abwesenheit verurteilt. Schon am Nachmittag des 9. November 1938 hatte die Gendarmeriestation Heitersheim, zu deren Postenbereich Sulzburg gehörte, vom Gendarmeriekreis Müllheim den Auftrag erhalten, sämtliche Beamte am kommenden Morgen um 8 Uhr zum Rathaus in Sulzburg zu beordern. Noch vor 6 Uhr fuhren am Morgen des 10. November etliche Beteiligte des Pogroms, darunter zwei Gestapobeamte aus Müllheim, in Sulzburg ein. Auch Kreisleiter Grüner erschien zusammen mit einigen "politischen Leitern" und gab bekannt, dass etwas gegen die Juden geschehen müsse. Zwischen 7.00 und 7.30 Uhr kamen mehrere Omnibusse von Westwallarbeitern zur Durchführung der "Judenrazzia" nach Sulzburg. Nachdem die jüdischen Männer inzwischen verhaftet und auf das Rathaus gebracht worden waren, drangen die Westwallarbeiter in die jüdischen Häuser ein und begannen ihr Zerstörungs- und Plünderungswerk. Sämtliche jüdischen Häuser sowie die Synagoge und die jüdische Schule wurden schwer beschädigt und geplündert. Glücklicherweise konnte die Synagoge nicht angezündet werden, da die Nachbarhäuser zu eng daneben standen. 1939 erwarb die politische Gemeinde das Synagogengebäude. Eine Turnhalle sollte in ihr eingerichtet werden. Zeitweise wurde das Gebäude jedoch als Depot der Universitätsbibliothek Freiburg genutzt. Nach dem Krieg wurde das Gebäude beschlagnahmt und kam über die jüdische Vermögensverwaltung JRSO zunächst an die jüdische Kultusgemeinde Südbaden zurück. 1954 wurde sie an einen Privatmann für gewerbliche Zwecke verkauft. Danach diente das einstige Gotteshaus als Lagerraum und Fabrikhalle.[1]

Heutige Nutzung

Nach Abschluss der umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde die ehemalige Synagoge im Jahr 1984 als Haus der Begegnung eröffnet. Es finden kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen im Gebäude statt.

Die Synagoge ist am ersten und letzten Sonntag im Monat von 16 bis 18 Uhr geöffnet, bei Ausstellungen täglich.

Zu unserem Projektverlauf

 

Ort Sulzburg
Autor geschichtswerkstatt
Kategorien
Erinnern
Synagoge
Schule/Bildung
Suchbegriffe / Tags
Synagoge Sulzburg
Gedenkort
Begegnungsort
Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
Bildquelle
Foto
Urheber
Rosita Dienst-Demuth

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