Ehemaliges Amts-Brauhaus um 1965
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Nach dem die Stadt Schnackenburg dem großen Stadtbrand von 1728 zum Opfer fiel, wurde auch der Amtshof mit seinen umgebenden Gebäuden neu geplant. Neben dem Amtshaus, einem Schweinestall und einer Scheune wurden auch ein Brauhaus und das Voigts-Haus errichtet. Die Lage der einzelnen Gebäude ist auf dem Plan des Amtshofes von D. A. Vieth aus dem Jahr 1787 zu erkennen (https://www.wendland-archiv.de/details/Amtshof/46125). In dem Amts-Brauhaus wurde nicht nur Bier gebraut, sondern auch direkt ausgeschenkt. Zudem wohnte der Braumeister in dem Haus.
Um 1800 gab es in der Stadt Schnackenburg alleine fünf Brauereien und 22 Brennereien (Quelle: Alfred Grobe/Frank Wagner, Bilder aus dem Wendland, S. 92, 1982)
Später wurde das Brauhaus als Fischerhaus genutzt. Im Zuge des Dorferneuerungsprogramms wurde ab 1979 die Sanierung des Gebäudes geplant und bis 1981 umgesetzt. Das Voigts-Haus (links im Bild) besteht nicht mehr.
Durch die Initiative und dem Engagement von Schnackenburger Bürgerinnen und Bürgern wurde in dem Gebäude 1995 das Grenzlandmuseum eröffnet und ein dazugehöriger Förderverein gegründet. Wegen der besonders exponierten Lage Schnackenburgs während der Teilung Deutschlands lag die Idee für ein Museum nahe.
Das Grenzlandmuseum widmet sich der Dokumentation der deutschen Teilung und der Geschichte der innerdeutschen Grenze. Das Museum präsentiert Uniformen und Ausrüstungsgegenstände sowohl der DDR-Grenztruppen als auch des westdeutschen Bundesgrenzschutzes. Besucher erhalten hier einen detaillierten Einblick in die Grenzsicherungsmaßnahmen und das Leben im geteilten Deutschland (http://www.grenzland-museum-schnackenburg.de/).
© 2026 Stephan Prieß
After the town of Schnackenburg fell victim to the great town fire of 1728, the "Amtshof" (administrative complex) and its surrounding buildings were redesigned. In addition to the administrative building, a pigsty, and a barn, a brewery and the "Voigts-Haus" were also constructed. The layout of the individual buildings can be seen on the 1787 plan of the complex drawn by D. A. Vieth (https://www.wendland-archiv.de/details/Amtshof/46125). Beer was not only brewed in the administrative brewery but also served there; the master brewer also lived in the building.
Around 1800, the town of Schnackenburg alone was home to five breweries and 22 distilleries (Source: Alfred Grobe/Frank Wagner, "Bilder aus dem Wendland", p. 92, 1982).
Later, the brewery building was used as a fisherman's house. As part of a village renewal program, the building's renovation was planned starting in 1979 and completed by 1981. The "Voigts-Haus" (pictured on the left) no longer exists.
Thanks to the initiative and dedication of Schnackenburg's citizens, the "Grenzlandmuseum" (Borderland Museum) opened in the building in 1995, and a supporting association was established. Given Schnackenburg's particularly exposed location during the division of Germany, the idea of creating such a museum was a natural choice.
The "Grenzlandmuseum" is dedicated to documenting the division of Germany and the history of the inner-German border. The museum displays uniforms and equipment from both the GDR border troops and the West German Federal Border Guard. Visitors gain a detailed insight into border security measures and life in divided Germany (http://www.grenzland-museum-schnackenburg.de/).
© 2026 Stephan Prieß
| Ort | Schnackenburg |
| Autor | Stephan |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Erinnern Burg/Schloss Platz/Park Wiederaufbau |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Wendland-Archiv |
| Urheber | Karl Tribiahn |
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| Bildquelle Vergleichsbild | Denkmalatlas Niedersachsen |
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