Einleitung
Willkommen zum digitalen Stadtrundgang über Zwangsarbeit in Furtwangen. Im Zweiten Weltkrieg waren hier rund 1100 Menschen zur Arbeit gezwungen. Die Einzelschicksale sind oft vergessen. Doch es gibt steinerne Zeugen im Stadtbild, die an ihre Geschichte erinnern.
Unser Schwerpunkt liegt auf jungen Mädchen und Frauen aus der Ukraine, die etwa ein Drittel der Zwangsarbeitenden stellten. Diese „Ostarbeiterinnen“ waren in der rassistischen Ideologie schlechter gestellt als Zwangsarbeitende aus anderen europäischen Staaten. Sie wurden nach Furtwangen verschleppt, lebten in Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen und erhielten deutlich weniger Lohn.
Die historischen Fotos der Zwangsarbeiterinnen stammen von Hannah Kowalenko (1927-2003). Sie ist links auf dem Foto von 1944 zu sehen. Neben ihr Marfa Antonivna Berezhna, geb. Romanenko (1926-?).
Die Aufnahmen befinden sich im Archiv der ukrainischen Nichtregierungsorganisation "After Silence". Sie wurden Anfang 2024 im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen in der Ausstellung "Wo die besten Jahre vergangen sind" gezeigt.
Weitere Fotos aus dem Nachlass von Hannah Kowalenko finden sich unter diesem Link (in Englisch).
Der Ausstellung verdankt der Rundgang auch die Äußerungen von Zwangsarbeiterinnen über Furtwangen.
Der Stadtrundgang entstand in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg.
| Ort | Furtwangen im Schwarzwald |
| Autor | Uhrenmuseum Fur... |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | NGO After Silence, AS_1_94 (© NGO After Silence) |
| Urheber | Unbekannt |
| Zugeordnete Touren | Zwangsarbeit in Furtwangen |