Einweihung 117er Ehrenmal 1933
Im Rahmen einer Wiedersehensfeier ehemaliger Mitglieder des Infanterieregiments 117, dem von 1872 bis 1918 in Mainz stationierten Leibregiment der Großherzogin, im Jahr 1931 wurde beschlossen, das man auf dem Forsterplatz ein Denkmal errichten wolle. Auf seinem Zug durch die Stadt, bei dem nicht wenige offen ihre antisemitische Einstellungen mit Parolen wie „Juda verrecke!“ zum Ausdruck brachten, wurde das Regiment von NS-Verbänden begleitet, die bewusst die Nähe zu militärischen Traditionsvereinen suchten. Umgesetzt wurden die Pläne jedoch erst im Jahr 1933, als am 2. Mai die Grundsteinlegung erfolgte. Knapp zwei Monate später nämlich am 1. Juli wurde das 117er Ehrenmal offiziell von den Nationalsozialisten eingeweiht. Dabei orientierten sie sich am Tag von Potsdam (21. März 1933), der eine Verbindung zwischen dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und dem Reichskanzler Adolf Hitler schaffen sollte. Zu den alten Eliten aus Adel, Kirche und Militär sollte die entstandene Einheit demonstriert werden, weshalb der ehemalige Landesherr sowie Vertreter aus Kirche und Reichswehr eingeladen wurden. Insgesamt dürfte der Tag definitiv als Erfolg für die Nationalsozialisten gewertet werden. Heute heißt der Platz 117er Ehrenhof und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rabanus-Maurus-Gymnasium, das sich auf beiden Bildern im Hintergrund erkennen lässt. Außerdem wurde hier am 2. Juli 1961ein Denkmal für die 263. Infanteriedivision eingeweiht.
| Ort | Mainz |
| Autor | Alexander |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | Historische Sammlung des Freundes- und Fördererkreises des Rabanus-Maurus-Gymnasiums Mainz |
| Urheber | Unbekannt |
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