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Elbfähre um 1928

Am Fähranleger

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Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts gab es einen Fährbetrieb über die Elbe zwischen Schnackenburg und dem gegenüberliegenden Lütkenwisch in Brandenburg. Ende des 19. Jahrhunderts war der Gastwirt des Schnackenburger Hotels “Stadt Hamburg” Friedrich Wilhelm Kerkau zeitgleich Pächter der Elbfähre. Danach folgte Heinrich Bahlke und ab 1911 G. Barda mit der Motorboot-Fähre “Gertrud Louise”. Ab 1945 war die historische Fährverbindung auf Grund der innerdeutschen Teilung 46 Jahre lang unterbrochen. Diese wurde am 7. September 1991 mit der Jungfernfahrt der Elbfähre “Ilka” wieder aufgenommen.

Die Ilka hat eine weitaus längere Geschichte vor ihrer jetzigen Aufgabe als Elbfähre. Ursprünglich als Grundseilfähre 1941 in den Niederlanden erbaut beförderte sie viele Jahrzehnte Personen und Fahrzeuge über die Maas. Inspiriert von den ersten erfolgreich wieder aufgenommenen Elbfähren nach der Wende ergriff ein Schnackenburger Kapitän die Initiative und erwarb die Ilka von der niederländischen Reederei. Nach einem Jahr der Umrüstung und Modernisierung auf einen zweimotorigen Dieselantrieb der Firma Deutz mit jeweils 64 PS konnte die Ilka 1991 ihren Dienst aufnehmen.

Mit einer Länge von 28 m und einer Breite von 9,5 m kann die Elbfähre bis zu 6 PKW befördern. Für die anspruchsvolle Manövrierfähigkeit auf der strömungsstarken Elbe sorgen zwei Schottel-Ruderpropeller. Um den so wichtigen Fährbetrieb dauerhaft zu sichern, ist die Ilka seit 2017 im Besitz der Stadt Schnackenburg. Betrieben wird die Fähre vom Amt Lenzen im Landkreis Prignitz im Rahmen des Öffentlichen Personennahverkehrs, was eine direkte Busanbindung am Fähranleger Lütkenwisch ermöglicht. 2022 wurde die mittlerweile über 80-jährige Fähre mit Unterstützung einer Spendenaktion in einer Werft umfassend aufgearbeitet.

© 2026 Stephan Prieß

 

A ferry service across the Elbe between Schnackenburg and Lütkenwisch (Brandenburg) on ​​the opposite bank has existed since the early 17th century. In the late 19th century, Friedrich Wilhelm Kerkau - proprietor of the "Stadt Hamburg" hotel in Schnackenburg - also held the lease for the Elbe ferry. He was succeeded by Heinrich Bahlke, and from 1911 onwards, by G. Barda, who operated the motor ferry "Gertrud Louise." From 1945, the historic ferry connection was suspended for 46 years due to the division of Germany; service resumed on September 7, 1991, with the maiden voyage of the Elbe ferry "Ilka."

The "Ilka" has a long history predating its current role as an Elbe ferry. Originally built in the Netherlands in 1941 as a cable-guided ferry, it transported passengers and vehicles across the Meuse River for decades. Inspired by the successful resumption of other Elbe ferry services following German reunification, a captain from Schnackenburg took the initiative to purchase the "Ilka" from the Dutch shipping company. After a year of refitting and modernization - including the installation of twin 64-hp Deutz diesel engines - the "Ilka" entered service in 1991.

Measuring 28 meters in length and 9.5 meters in width, the ferry can carry up to six passenger cars. Two Schottel rudder propellers ensure the maneuverability required to navigate the Elbe’s strong currents. To ensure the long-term viability of this vital service, the town of Schnackenburg has owned the "Ilka" since 2017. The ferry is operated by the Lenzen administrative authority (in the Prignitz district) as part of the local public transport network, allowing for a direct bus connection at the Lütkenwisch ferry landing. In 2022, the ferry - now over 80 years old - underwent extensive refurbishment at a shipyard with the help of a fundraising campaign.

© 2026 Stephan Prieß

Ort Schnackenburg
Autor Stephan
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