Emil Selig
Emil Selig wurde 1875 in Apenrade geboren und als Christ getauft. Seine Großeltern waren noch Mitglieder der jüdischen Gemeinde gewesen. Emil wurde, wie in der Familie üblich, Jurist und ließ sich 1907 in Segeberg nieder. Hier heiratete er Anni Lembke, das Paar bekam drei Kinder. Beruflich konnte sich Selig in der Stadt etablieren, er gehörte zu der gehobeneren Segeberger Gesellschaft. 1914 ging er als Offizier in den 1. Weltkrieg und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde Selig Mitglied im „Stahlhelm“, einem reaktionären Verbund der Frontsoldaten.
1933 geriet er in den Fokus der Nazis. Er galt für sie als jüdischer Anwalt und musste schon im April seine Kanzlei schließen. Seine Vergangenheit als verdienter Soldat schützte ihn und im Juni konnte er erneut als Jurist tätig werden. Doch die Nazis bewachten sein Haus und fotografierten Klienten. Selig war beruflich und gesellschaftlich ruiniert, am 19.05.1934 beging er Selbstmord.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Erinnern |
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| Bildquelle | Kalkberg-Archiv |
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