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1938 2018
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Epsteins Möbelhaus um 1938

Epsteins Möbelhaus, heute Filiale der Sparkasse

Das Möbelhaus Epstein zog 1908 in das hier abgebildete Gebäude ein. Die Nationalsozialisten warfen dem Besitzer Eduard Epstein vor, Separatist zu sein, wofür dieser in der Presse öffentlich angeprangert wurde. Sein Sohn Erwin meldete sich freiwillig, um im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Republik zu kämpfen. Alfred, ein weiterer Sohn, entschied sich den Dienst in der französischen Fremdenlegion anzutreten, um so einer Inhaftierung in einem französischen Internierungslager zu entgehen, da er sich zu Beginn des Krieges in Frankreich aufhielt. Sein dritter Sohn Kurt wurde 1940 zusammen mit seiner Frau in den Niederlanden festgenommen und 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er noch im selben Jahr ermordet wurde. So blieben die Eheleute Eduard und Emma Epstein alleine in Mainz zurück und wurden gezwungen, das Geschäft zu schließen. Auch aus der Wohnung, die sich im selben Gebäude befand, mussten sie aus- und anschließend in verschiedene "Judenhäuser" umziehen, bis sie schließlich am 27. September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden, wo Eduard wenige Monate später verhungerte. Emma Epstein dagegen überlebte und wurde in die Schweiz gebracht. Hier konnten sie nach vielen Jahren ihren Sohn Alfred wiedersehen, der noch in Algerien lebte, bevor sie kurz darauf, am 9. Februar 1956, verstarb. Heute erinnern drei Stolpersteine vor dem Gebäude an das Schicksal der Familie. 

Ort Mainz
Autor Alexander
Kategorien
Stadtbild
Erinnern
Straße/Verkehr
Suchbegriffe / Tags
Möbelhaus Epstein
Jüdisches Mainz
Arisierung
Stolpersteine
Jüdisches Geschäft
Deportation
Auschwitz
Theresienstadt
Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
Bildquelle
Sparkasse Mainz
Urheber
Unbekannt
Urheber Vergleichsbild
Alexander Ott
Lizenz Vergleichsbild Alle Rechte vorbehalten
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