Familie Baruch
Emma Baruch, geb. Katz, stammte aus einem Geschäftshaushalt in Göttingen. 1901 heiratete sie den Segeberger Kaufmann Leo Baruch und baute mit ihm erfolgreich in der Kirchstraße ein Warenhaus auf. Das Paar bekam drei Töchter: Elsa, Alice und Gerda. Sie erhielten eine gute Schul- und Ausbildung und arbeiteten im elterlichen Betrieb mit. Leo Baruch war Vorsitzender der Sterbegilde und im Vorstand der Jüdischen Gemeinde. 1930 starb er unerwartet nach einer Operation. Die vier Frauen führten das renommierte Geschäft erfolgreich weiter, bis die Pogromnacht am 09.11.1938 endgültig die Vertreibung der Familie nach Hamburg brachte. Elsa war zu diesem Zeitpunkt bereits in Beverungen mit dem Kaufmann Heinrich Löwenstein verheiratet und brachte im November 1938 ihre Tochter Marthel zur Welt. 1942 wurde die kleine Familie in das Warschauer Ghetto deportiert und wahrscheinlich im Sommer dieses Jahres nach Treblinka gebracht und vergast. Emma Baruch deportierten die Nazis im Juli 1942 nach Theresienstadt, wo sie genau ein Jahr später an den Lagerbedingungen verstarb.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Erinnern |
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| Bildquelle | Kalkberg-Archiv |
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