Familie Goldschmidt um 1930
Nachdem das Kurhaus sich in Segeberg etabliert hatte eröffnete Sally Goldschmidt mit seiner Frau eine jüdische Pension in der damaligen Kieler Str. 53. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, uns beschäftigen die beiden Töchter.
Selma wurde 1891 hier geboren, ging hier zur Schule und heiratete in Lübeck den Christen Ludwig Claren. Das Paar bekam mehrere Kinder. Ludwig Claren wandte sich in den 1930er Jahren dem Nationalsozialismus zu. Ende der 1930er Jahre ließ er sich von Selma scheiden. Damit lebte sie für die Nazis nicht mehr in einer Mischehe, sondern galt jetzt als sog. „Volljüdin“. Um der Deportation zu entgehen tauchte Selma 1942 unter und lebte in verschiedenen Verstecken. 1944 wurde sie verraten und in das Lager nach Theresienstadt gebracht. Hier konnte sie 1945 befreit werden.
Ihre Schwester Helene, Jahrgang 1895, blieb bis Anfang der 1930er Jahre in Segeberg. Sie hatte hier den Zahnarzt Hans Dürkop geheiratet, der aber sehr jung verstarb. Helene verließ daraufhin die Stadt und ging ins Ruhrgebiet. Im Januar 1942 wurde sie nach Riga deportiert. Als gelernte Schneiderin konnte sie hier im Ghetto zunächst überleben. Riga verfügte über große Textilwerkstätten, die die deutsche Wehrmacht versorgten. 1943 wurde das Ghetto aufgelöst, Helene kam in das KZ Kaiserwald. In einem Schiff wurde sie 1944 vor der anrückenden Roten Armee in das KZ Stutthof bei Danzig gebracht, wo sie Ende 1944 verstarb.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
| Kategorien | Tourismus Erinnern Synagoge |
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| Bildquelle | Kalkberg-Archiv |
| Urheber | Hans-Werner Baurycza |
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