Familie Labowsky um 1892
1892 zog aus Hamburg das Ehepaar Adolph und Caroline Labowsky mit ihren vier Kindern nach Segeberg. Für gut 30 Jahre führten sie in diesem Haus in der Kirchstraße 26 eine Filiale des Hamburger-Engros-Lagers.
Nach dem Tod von Adolph Labowsky wurde Hamburg wieder der Mittelpunkt der Familie, nur der jüngste Sohn Jean blieb mit seiner Frau und den beiden Töchter in Bad Segeberg. In der Nazizeit konnte sich die älteste Tochter Irma in die USA retten, der älteste Sohn Walter starb 1943 in Theresienstadt. Seine ledige Schwester Margaretha wurde im Herbst 1944 nach Auschwitz transportiert und ermordet.
Jean Labowsky hatte eine Christin geheiratet und lebte deshalb für die Nazis in einer Mischehe. Das rettete ihm zwar das Leben, bewahrte ihn aber nicht vor Zwangsarbeit und einer permanenten Todesangst. Er musste sich mehrfach vor den Nazis verstecken. 1945/46 setzten ihn die britischen Befreier als Stadtdirektor ein.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
| Kategorien | Tourismus Erinnern Synagoge |
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| Bildquelle | Axel Winkler |
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