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Familie Steinhof

Lübecker Straße 12, verlegt am 20.4.2010

Der Kaufmann Moritz Steinhof wurde 1874 an der Grenze Ungarn/Österreich geboren. Er absolvierte seine Lehre in Hamburg und heiratete dort die Putzmacherin Dina Kleve. 1902 wählte das äußerst religiöse Paar Segeberg zum Lebensmittelpunkt. In den nächsten zehn Jahren kamen hier vier Töchter und ein Sohn zur Welt. Alle Kinder besuchten höhere Schulen und erlernten angesehene Berufe.
Als am 30.1.1933 die Nazis an die Macht kamen, wurde dieses Ereignis auch in Bad Segeberg mit einem Fackelzug der Nazis gefeiert. In Steinhofs Geschäft gegenüber vom Rathaus kam es zu Plünderungen. Da die Familie bereits länger antisemitischen Aktionen ausgeliefert war, verkaufte Moritz Steinhof noch 1933 seinen Laden und zog nach Wien zu seiner ältesten Tochter. Ruhe vor den Nazis verschaffte diese Flucht dem Ehepaar nicht. 1940 mussten sie in die Slowakei umziehen, wo sie 1942 wahrscheinlich nach Auschwitz deportiert wurden. Ihre beiden ältesten Töchter Selma und Paula starben ebenfalls in Vernichtungslagern. Die beiden Töchter Flory und Frieda konnten in den 1930er Jahren nach Palästina fliehen, der Sohn Cäsar mit seiner Familie nach Neuseeland. 

 

Das Haus der Familie ist das Haus mit der Markise.

Tipp: Um zur nächsten Station zu kommen, kannst du den Winklersgang runter zum Großen Segeberger See gehen, die Promenade hinauf, bis du letztlich durch den Kurpark zur Villa Flath gelangst.

Ort Bad Segeberg
Autor Tourist-Info Se...
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Stadtbild
Tourismus
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Bad Segeberg
Segeberg
Stolperstein
Juden
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Kalkberg-Archiv
Urheber
Unbekannt
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Tourist-Information Bad Segeberg
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