Flucht vor Krieg 1991
Flucht vor Krieg in Europa und Neuanfang in Freiburg
Vor rund 30 Jahren wurde Europa im Südosten von mehreren blutigen und mit aller Härte und Grausamkeit geführten Kriegen erschüttert. Nach dem Ende des Kalten Krieges strebten auch auf dem Balkan die verschiedenen Nationalbewegungen nach Unabhängigkeit und so erklärten sich die Teilrepubliken des Vielvölkerstaates Jugoslawien, der sich aus den heutigen Ländern Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo und Nordmazedonien zusammensetzte, zu Beginn der Neunzigerjahre nacheinander für unabhängig. Dies führte jedoch aufgrund der unklaren ethnischen Zusammensetzung der meisten Gebiete zu Konflikten über die Frage der nationalen Zugehörigkeit, die sich zunächst in kleineren Zusammenstößen entluden und schließlich in mehrere offenen Kriege ausarteten. Hierbei kam es vor allem in Bosnien-Herzegowina zu zahllosen Kriegsverbrechen bis hin zum Völkermord. Die Spirale der Gewalt hatte die Flucht und Vertreibung von Millionen zur Folge. Menschen, die bisher friedlich miteinander in derselben Stadt oder demselben Ort zusammengelebt hatten, wurden quasi über Nacht zu Feinden, die Risse gingen dabei vielfach quer durch Gemeinschaften und Familien.
Danijela Trojan war Zeugin dieser Ereignisse und floh 1991 im Alter von elf Jahren mit ihrer Familie aus Brčko, einer Stadt im Nordosten Bosnien-Herzegowinas an der Grenze zu Kroatien und rund 20 Kilometer von der serbischen Grenze entfernt, nach Deutschland. Wie sie ihre Flucht erlebt hat, welche Erinnerungen sie noch an die Zeit hat und wie sie den Neuanfang in Freiburg bewältigt hat, erzählt sie unter anderem im Interview.
| Ort | Freiburg im Breisgau |
| Autor | Flucht und Vert... |
| Kategorien | Tourismus |
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