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Friedhof

Selbst im Tod ausgegrenzt

1944 wurde die ukrainische Zwangsarbeiterin Ksenja Prosika (1907-1944) auf dem Furtwanger Friedhof beerdigt. Sie war an einem Krebsleiden gestorben. Die Grabstelle lag abgesondert in einem Erweiterungsbereich, der sich damals noch außerhalb der Friedhofsmauern befand.

Heute erinnert nichts mehr an das Grab. Niemand weiß, wie viele zur Zwangsarbeit Verschleppte insgesamt in der Fremde starben. Aber schätzungsweise ein Viertel von ihnen kehrte nicht in die Heimat zurück. In Furtwangen lag die Zahl wahrscheinlich deutlich niedriger: In den Akten sind nur vier Todesfälle aufgeführt.

Selbst beim Begräbnis war die Ausgrenzung der Zwangsarbeitenden greifbar. Der örtliche Pfarrer verweigerte eine Bestattungszeremonie, da die Verstorbenen nicht der katholischen Kirche angehörten. Dennoch konnten die Zwangsarbeiterinnen gemeinsam in einem würdigen Rahmen Abschied nehmen. Der Lageraufseher Adolf Heim sagte später aus, dass es auf sein Drängen hin einen Sarg, ein Kreuz und einen Kranz gegeben habe und „das ganze Lager an der Beerdigung teilnehmen“ durfte.

Ort Furtwangen im Schwarzwald
Autor Uhrenmuseum Fur...
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Zwangsarbeit
Furtwangen
Friedhof
2. Weltkrieg
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
NGO After Silence, AS_1_92 (© NGO After Silence)
Urheber
Unbekannt
Urheber Vergleichsbild
Lukas Müller
Lizenz Vergleichsbild Alle Rechte vorbehalten
Zugeordnete Touren Zwangsarbeit in Furtwangen

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