Furtwanger Hof
Der „Furtwanger Hof“ war eines der zahlreichen Gasthäuser in Furtwangen. Der Restaurantbetrieb wurde in den 2000er Jahren aufgegeben. Bereits vor dem Bau des Barackenlagers beherbergte der „Furtwanger Hof“ erste „Ostarbeiterinnen“ aus der Ukraine. Das Gebäude im Hintergrund ist das ehemalige Gasthaus Arche. Es diente als Unterkunft für französische Zwangsarbeiter. Heute nutzt es der Geschichts- und Heimatverein als „Museumsgasthaus“.
Im Krieg war der Fremdenverkehr zum Erliegen gekommen. Firmen, die Zwangsarbeitende einsetzten, mieteten die leeren Räume der Beherbergungsbetriebe an. Für die Gastwirte war es eine Möglichkeit, in Kriegszeiten Geld zu verdienen. Auch nach dem Bau des Barackenlagers am „Baduf-Platz“ blieben Gasthäuser als Unterkünfte unverzichtbar. Denn es gab nicht genügend Platz, um alle Zwangsarbeitenden dort unterzubringen.
Die Wohnverhältnisse waren sehr beengt. 1943 lebten im großen Saal des „Furtwanger Hofs“ 65 Personen. Ein örtlicher Schreiner hatte Betten und Spinde geliefert. Die Verpflegung hatte der Wirt Andreas Ohnmacht übernommen. Die Aufsicht führte anfangs der Hausmeister der örtlichen Volksschule, Adolf Heim, der später das „Ostarbeiterinnenlager“ leitete. Er galt als brutal und gewalttätig.
| Ort | Furtwangen im Schwarzwald |
| Autor | Uhrenmuseum Fur... |
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| Lizenz | Creative Commons BY-SA |
| Bildquelle | Deutsches Uhrenmuseum, 100739 |
| Urheber | Unbekannt |
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| Zugeordnete Touren | Zwangsarbeit in Furtwangen |