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Gäässstallbrand

Ein Ofen im Stall bringt den Ziegen Unheil

Wenn die Adelsheimer Narren jedes Jahr am 11.11. die Fasnacht im Museumshof eröffnen, erinnern sie auch an den Gäässestallbrand von 1864, der ihnen ihren Namen gab.

Damals stellte der „Balzele Schreiner“, bürgerlich Christian Balthasar Götzinger, einen Ofen in den Stall, um seine Ziegen vor Kälte zu schützen.

Ziegen, im Dialekt „Gääss“ genannt, galten als „Kühe des kleinen Mannes“ und waren überlebenswichtig. Doch das Feuer griff über, Stall und Tiere verbrannten.

Fortan nannten Nachbargemeinden die Adelsheimer spöttisch „Gäässwärmer“. 1927 nahmen die Narren den Namen stolz an und gründeten die „Gäässwärmerzunft Alleze“.

Seither ziehen sie als Gäässe verkleidet durch die Straßen und feiern ihr närrisches Erbe.

Von einem anderen Kaliber war der Brand in der Seestadt im September 1865. Infolge der Sommerhitze entzündeten sich Erntevorräte in den Scheunen der Bauern.

Schnell sprangen die Flammen von Dach zu Dach und 41 Gebäude fielen dem Feuer zum Opfer. Nur durch die Unterstützung der Nachbargemeinden bei den Löscharbeiten konnte Schlimmeres verhindert werden.

Für die Adelsheimer war klar: Man musste künftig besser gewappnet sein. Noch im selben Jahr gründeten sie deshalb die Freiwillige Feuerwehr Adelsheim.

Ort Adelsheim
Autor Stadt Adelsheim
Kategorien
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Ziegen
Geißen
Gäässs
Stallbrand
Feuerwehr Adelsheim
Stadtbrand Adelsheim
Stadtbrand
Ofen
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Sammlung Albert Rückert
Urheber
Unbekannt
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