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1900 2014
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Gedächtniskirche | um 1900

Einst Gedenkstätte für Wilhelm I - heute Kriegsmahnmal

Die Idee zum Bau der Gedächtniskirche geht auf den 1890 gegründeten Evangelischen Kirchenbauverein zurück, welcher Ende des 19. Jahrhunderts ein ambitioniertes Programm zur Neuerrichtung von Kirchen auflegt. Auf Anregung von Kaiser Wilhelm II wird die Bedeutung des Gebäudes erweitert.  Unter dem Namen Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche wird die Kirche in der Folgezeit an seinen zwei Jahre zuvor verstorbenen Vater erinnern. Mehrfach besuchen Wilhelm II und seine Frau Auguste Victoria ab 1891 persönlich die Baustelle und nehmen Einfluss auf die Ausführung.

Als Architekt der Gedächtniskirche wird Franz Schwechten, ein gebürtiger Rheinländer, beauftragt. Im Stil der romanischen Kirchen seiner Heimat entsteht bis 1895 ein monumentales Gebäude - mit 113 Metern seinerzeit das höchste in Charlottenburg.

Bei einem Luftangriff 1943 wird die Kirche schwer beschädigt und in der ersten Zeit nach dem 2. Weltkrieg dem Zerfall überlassen. In den 50er Jahren wird ein Architektenwettbewerb zum Abriss der Ruine und Neubau der Kirche ausgeschrieben. Erst nach einer leidenschaftlichen öffentlichen Debatte werden die Pläne soweit abgemildert, dass die Ruine als Mahnmal gegen den Krieg erhalten bleibt und zu beiden Seiten von modernen Neubauten umgeben wird. Eine neues achteckiges Kirchenschiff und ein neuer Glockenturm entstehen bis 1961.

Der spöttische Berliner Volksmund findet schnell passende Spitznamen für das Ensemble, welche als Hohler Zahn (Ruine), Lippenstift (Glockenturm) und Puderdose (Kirchenschiff) geläufig werden. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Ged%C3%A4chtniskirche

Ort Berlin
Autor Romalu3
Kategorien
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Tourismus
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Kirche/Kloster
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https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Emperor_Wilhelm%27s_Memorial_Church_(Berlin,_Germany).jpg
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zug55 (auf Flickr)
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