Gedenkstele 2018
In Lörrach gibt es mehrere Orte, welche an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus erinnern. Ziel der Stadt ist es, ihre Solidarität mit ihren jüdischen Bürgern zum Ausdruck zu bringen und ein bleibendes Gedächtnis für die jüdischen Opfer der Nationalsozialisten zu stiften - laut Stadtführer Alfred Drändle wichtiger denn je, da jeder fünfte Erwachsene mit dem Begriff Auschwitz nichts anfangen kann und 20% der Deutschen einen latenten Antisemitismus hegen. Daher entstanden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Erinnerungsorte, welche der jüdischen Opfer gedenken.
In der Teichstraße, gegenüber dem Standort der ehemaligen Synagoge, befindet sich seit dem 6. April 2011 eine Stele, welche an die Deportation der 1940 in Lörrach und Umgebung lebenden Juden ins Internierungslager Gurs, in Südfrankreich, erinnert.
Zu Beginn steht auf Hebräisch und Deutsch ein Zitat aus dem Klagelied des Alten Testaments: „Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt! Grauen und Grube wurden uns beschieden, Verwüstung und Untergang.“
Die KZ-Häftlinge wurden unter den Nationalsozialisten zu Nummern, die jüdische Bevölkerung Europas sollte „vernichtet“, die Erinnerung an das jüdische Leben ausgelöscht werden.
Die Stele erwähnt die Namen der bekannten deportierten Lörracher Juden. Die einzelnen Menschen sollen vor dem Hintergrund des Holocaust nicht anonym bleiben oder vergessen werden. Die Stele steht damit in Tradition der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, deren Name mit „Denkmal und Name“ übersetzt werden kann. Auch sie hat das Ziel an jedes einzelne Opfer zu erinnern und ihm seine Menschenwürde zurückzugeben.
| Ort | Lörrach |
| Autor | Rothe |
| Kategorien | Erinnern |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | eigene Fotographie |
| Urheber | Felix Joeken, hgl |