Gerichtsgefängnis 1912
Das Mainzer Gerichtsgefängnis befindet sich in der heutigen Diether-von-Isenburg-Straße und wurde von 1906 bis 1910 erbaut. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden hier auch immer mehr Menschen aufgrund ihrer politischen Einstellung inhaftiert, später kamen auch deutsche Soldaten, die desertierten, und ausländische Zwangsarbeiter dazu. Zudem diente es als Zwischenstation für zahlreiche Opfer des NS-Regimes, die anschließend in Konzentrations- und Arbeitslager deportiert wurden. Nicht selten war das Gefängnis stark überbelegt, Hunger und Misshandlungen waren an der Tagesordnung. Davon betroffen war auch Franziska Keller, die der KPD angehörte. Die junge Reichstagsabgeordnete erblindete zunächst infolge schwerer Folter während der Haft und wurde am Morgen des 23. April 1934 erhängt in ihrer Zelle von einer Aufseherin gefunden. Heute befinden sich in der ehemaligen JVA Mainz Büros anstelle von Zellen.
| Ort | Mainz |
| Autor | Alexander |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. |
| Urheber | Unbekannt |
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