Goethestraße 33 / Wiehre um 1930
1885 zogen Kaufmann Semmy Liefmann und Auguste Juliane Liefmann von Hamburg nach Freiburg. Sie hatten fünf Kinder, Else, Robert, Martha, Karl Alfred und Harry. Karl Alfred und Harry starben früh. Bis 1933 waren die Liefmanns eine wirtschaftlich erfolgreiche Familie und wurden von den Bürgern Freiburgs geachtet. Auch sie wurden von den antijüdischen Maßnahmen der Nationalsozialisten getroffen: Else durfte nicht mehr als Ärztin arbeiten und Robert verlor seinen Lehrstuhl an der Universität. Am 22. Oktober 1940 wurden die drei Geschwister nach Gurs deportiert und dort in unterschiedlichen Baracken untergebracht. Das Lager konnte Else am 7.3. 1941 verlassen, eine Woche später kamen Martha und Robert ihr nach Morlaas nach. Dort starb Robert am 20. März 1941. Mit der Unterstützung von Fluchthelfern flüchtete Else im September 1942 in die Schweiz. Else blieb mit Martha in der Schweiz wohnen. Martha Liefmann starb 1952 und Else Liefmann 1970 in Zürich.
Das Eigentum der Liefmann-Geschwister wurde, wie auf der Audio-Datei zu hören ist, nach ihrer Deportation öffentlich versteigert. Die Gestapo beschlagnahmte anschließend das Haus der Liefmanns und benutzte es als Büro.
| Ort | Freiburg im Breisgau |
| Autor | Lessing |
| Kategorien | Straße/Verkehr |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Stadtarchiv Freiburg M70 S_202-27 Nr. 504 |
| Urheber | |
| Urheber Vergleichsbild | |
| Lizenz Vergleichsbild | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle Vergleichsbild | Liefmannhaus |
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