Goldschatz um 1390
Bei den Ausgrabungen von 1995-1998 wurde auch dieser bemerkenswerte Goldschatz gefunden. Er besteht aus 624 ungarischen Goldmünzen und wurde wohl im späten 14. Jahrhundert von seinem jüdischen Besitzer zum Schutz im Keller vergraben.
Die wertvollen Münzen zeigen, dass neben den schlimmen von Unterdrückung und Verfolgung geprägten Perioden der jüdischen Geschichte in Regensburg zwischenzeitlich auch wirtschaftliche Blütezeiten für die jüdischen Bürger existierten.
Juden übten innerhalb der Gemeinde genauso wie Christen die verschiedensten Berufe aus. Dass ausschließlich jüdische Stadtbewohner häufiger im Geldgeschäft tätig waren ist nicht korrekt. Zwar stimmt es, dass ihnen der Geldhandel und das Zinsgeschäft durch ihre Religion nicht verboten wird, dennoch waren effektiv auch Christen im Mittelalter in diesen Tätigkeitsfeldern aktiv.
Fragen und Arbeitsaufträge
1) Zählt auf, welche Berufe in einer mittelalterlichen Stadt ihr kennt.
2) Hinterfragt, wie das Vorurteil eines "geldgierigen Juden" entstanden sein könnte und bezieht dazu Stellung. *
Literaturhinweise
Kirmeier, Josef: Judentum in Altbayern (bis 1800), in: Historisches Lexikon Bayerns https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Judentum_in_Altbayern_(bis_1800)#Geldleihe_und_Warenhandel(link is external), abgerufen am 03.07.2020).
Stadt Regensburg: Document Neupfarrplatz, in: https://www.regensburg.de/kultur/museen/alle-museen/document-neupfarrplatz(link is external), abgerufen am 04.07.2020.
(SM)
| Ort | Regensburg |
| Autor | Stadtgeschichte... |
| Kategorien | Erinnern Platz/Park |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Goldschatz |
| Urheber | Frank Faulstich |
| Zugeordnete Touren | Jüdisches Regensburg |