Grabenstraße 1928
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Im Jahr 1728 erlag die Stadt Schnackenburg einer großen Feuersbrunst und brannte bis auf die St.-Nicolai-Kirche komplett nieder. Auf dem von Hauptmann G. D. Michaelsen gezeichneten Wiederaufbauplan ist die Straße "Auf dem Graben" in ihrem heutigen Verlauf erstmalig zu erkennen (https://www.wendland-archiv.de/details/Wiederaufbauplan%20von%201728%20%28von%20Hauptmann%20G.D.%20Michaelsen%29/46193).
Entlang der Straße wurden dem Blick folgend auf der rechten Seite neue Hausstellen eingerichtet. In den nachfolgenden Jahren kamen weitere Hausstellen auf der linken Seite auf dem ehemaligen Gartenplatz des Amtmann Brauns hinzu (https://www.wendland-archiv.de/details/Ortslage%20vor%20dem%20Brand%20von%201728/46277). Herr Pastor Friedrich Wilhelm Bodemann schreibt dazu in seinen "Denkwürdigkeiten, die sich im Städtlein Schnackenburg zugetragen haben" aus dem Jahr 1857 folgendes: "Nach diesem Brande kamen noch 7 neu angewiesene Stellen hinzu, die zu Viertelbürgerstellen angenommen wurden, und zwar 2 in der Niederstraße (Schneider Haverland und Adam Thiele) und 4 auf dem Graben (der Schuster Gädcke, Hans Bülff, Joach. Betcke und der Zimmermann Mich. Schack) [...]. Im Jahre 1743 wurde dann den auf dem Graben wohnenden neuen Bürgern behuf Hofraumes hinter ihren Häusern eine Anweisung gethan, wobei dieselben sich verpflichteten, den Graben hinter ihren Höfen beständig zum Abzuge des Wassers rein und offen zu halten, auch die Erde nach der Kirchhof-Seite an die Wellerwand zu werfen. Im Jahre 1748 wurde dem Häusling Albrecht Ficke, dem Invaliden und Häusling Joh. Christoph Dunker und der Ehefrau des Samuel Wiesen gestattet, den vom Amtmann Brauns erkauften Gartenplatz mit kleinen Wohnhäusern zu bebauen, gegen Erlegung eines Thalers Hauszins alljährlich auf den Maitag. Auch erklärten sie sich bereit, falls künftig hin die Straße auf dem Graben ausgebessert werde, behülflich zu sein, und wenn Sand oder Steine gefahren würden, beim Auf- und Abladen Handreichung zu tun."
© 2026 Stephan Prieß
In 1728, the town of Schnackenburg fell victim to a massive conflagration and burned down completely, with the exception of St. Nikolai Church. The street "Auf dem Graben" appears in its present-day alignment for the first time on the reconstruction plan drawn by Captain G. D. Michaelsen (https://www.wendland-archiv.de/details/Wiederaufbauplan%20von%201728%20%28von%20Hauptmann%20G.D.%20Michaelsen%29/46193).
New building plots were laid out along the road on the right-hand side. In the years that followed, additional plots were added on the left, on the former garden site belonging to Amtmann Braun (https://www.wendland-archiv.de/details/Ortslage%20vor%20dem%20Brand%20von%201728/46277). In this regard, Pastor Friedrich Wilhelm Bodemann writes the following in his 1857 work, "Memorable Events That Occurred in the Small Town of Schnackenburg": "Following this fire, seven newly allocated plots were added and designated as 'quarter-citizen' holdings—specifically, two on Niederstraße (Tailor Haverland and Adam Thiele) and four on 'the Graben' (Cobbler Gädcke, Hans Bülff, Joach. Betcke, and Carpenter Mich. Schack) [...]. In 1743, the new citizens living on the Graben were allocated land behind their houses for use as courtyards; in doing so, they pledged to keep the ditch behind their properties clean and unobstructed to ensure water drainage, and to pile the excavated earth against the wattle-and-daub wall on the churchyard side. In 1748, permission was granted to the cottager Albrecht Ficke, the disabled veteran and cottager Joh. Christoph Dunker, and the wife of Samuel Wiesen to build small houses on the garden plot they had purchased from Amtmann Brauns, subject to the annual payment of a Thaler in ground rent due on May Day. They also agreed to assist with any future repairs to the road on the Graben and to lend a hand with loading and unloading whenever sand or stones were transported."
© 2026 Stephan Prieß
| Ort | Schnackenburg |
| Autor | Stephan |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern Straße/Verkehr |
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