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1960 2024
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Hafen um 1960

Am Aland

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Der Hafen von Schnackenburg wurde in den 1960er Jahren als Schutzhafen erbaut. Der Bedarf war groß, den vielen Binnenschiffen auf der Elbe bei Eisgang oder Hochwasser einen sicheren Hafen für einen längeren Aufenthalt zu bieten. In den Wintermonaten lagen teilweise bis zu 50 Schiffe im Schnackenburger Hafen. Vorher mussten die Schiffer auf der Elbe vor Anker gehen und waren jedem Wetter schutzlos ausgesetzt.

Um die nötige Tiefe im Hafenbecken zu erreichen, kam schweres Gerät zum Einsatz. Spülbagger, Eimerbagger und Greifbagger mussten an der Alandmündung insgesamt 200.000 Kubikmeter Aushub bewegen, teilweise versetzt mit alten Baumstämmen und Felsbrocken. Dadurch konnten Schiffe auch bei Niedrigwasser ohne zu Leichtern festmachen. Zum Anlegen der Binnenschiffe wurden in der Mitte des Hafenbeckens Dalben eingerammt, die eine Stegbrücke zur Deichkrone trägt. Als der Hafen fertiggestellt war, entwickelte sich dieser auch zu einem Umschlagplatz für landwirtschaftliche Güter, wie z.B. Dünger und Pflanzenschutzmittel. Die Stadt Schnackenburg schaffte dafür eine eigene Krananlage zum Aus- Ein- und Umladen der Schiffe an.

Der Schutzhafen galt bis zur Wiedervereinigung zudem als wichtige Kontrollstelle für den Transitverkehr der Binnenschifffahrt auf der Elbe. Wasserzoll und Grenzkontrollstelle waren damals in Schnackenburg ansässig. Bis zu 15 000 Schiffe wurden jährlich abgefertigt. Mit der Wende im Jahr 1989 endete die gewerbliche Hafennutzung. Der Kran wurde verkauft und abgebaut. Heute dient der Hafen hauptsächlich Sportbooten und Kanuten als Freizeithafen. Wohnmobilstellplätze direkt an der Kaimauer mit Blick auf den Hafen ermöglichen die individuelle Übernachtung. Gelegentlich machen auch noch große Binnenschiffe und Flusskreuzfahrtschiffe im Schnackenburger Hafen fest.

Verein Schnackenburger Bootsfreunde e.V.: https://schnackenburg.de/bootsfreunde-ev/

© 2026 Stephan Prieß

 

The Schnackenburg harbor was built in the 1960s as a harbor of refuge. There was a great need to provide a safe haven for extended stays for the many inland vessels on the Elbe during periods of ice drift or high water. During the winter months, as many as 50 ships would sometimes be moored in the Schnackenburg harbor. Previously, boatmen had to anchor out on the Elbe, leaving them completely exposed to the elements.

Heavy machinery was used to achieve the necessary depth in the harbor basin. Suction dredgers, bucket-ladder dredgers, and grab dredgers had to move a total of 200,000 cubic meters of material at the mouth of the Aland River—material that was interspersed with old tree trunks and boulders. This allowed ships to dock even at low water levels without needing to offload part of their cargo (lightering). To facilitate docking, mooring piles were driven into the center of the harbor basin to support a gangway connecting to the top of the dike. Once completed, the harbor also developed into a transshipment point for agricultural goods such as fertilizers and pesticides. The town of Schnackenburg acquired its own crane system for loading, unloading, and transferring cargo to and from the ships.

Until German reunification, the harbor of refuge also served as a key checkpoint for inland shipping transit traffic on the Elbe. Customs and border control offices were located in Schnackenburg at the time, processing up to 15,000 ships annually. Commercial use of the harbor ended with the political changes of 1989; the crane was sold and dismantled. Today, the harbor serves primarily as a recreational facility for pleasure boats and canoeists. Motorhome parking spaces right by the quay wall, overlooking the harbor, offer an option for independent overnight stays. Occasionally, large inland vessels and river cruise ships still dock at the Schnackenburg harbor.

Schnackenburg Boat Enthusiasts Association (Schnackenburger Bootsfreunde e.V.): https://schnackenburg.de/bootsfreunde-ev/

© 2026 Stephan Prieß

Ort Schnackenburg
Autor Stephan
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