Henstedt Alte Meierei um 1900
Im 17. und 18. Jahrhundert war Henstedts Wirtschaft durch Holzschlag, Torfstich und Holzkohlenhandel bestimmt, wobei alle Bevölkerungsschichten beteiligt waren.
Demgegenüber wurde die Landwirtschaft, vor allem der Getreideanbau, vernachlässigt. Oft reichten die Ernteerträge nicht einmal zur Eigenversorgung aus. Zum Beispiel mussten die Henstedter sich bereits um Weihnachten 1729 das Korn für ihr Brot ankaufen. Ein Wandel trat nach der Verkoppelung von 1793 ein, als die gemeinschaftlichen Ländereien den einzelnen Bauern als Eigentum überschrieben wurden und eine umfangreiche Flurbereinigung stattfand. Die Landwirtschaft wurde seit 1800 intensiver betrieben. Die Koppeln wurden eingehegt durch Knickhecken. Mit der Viehzucht konnte auch die Getreideernte verbessert werden.
Als neuer landwirtschaftlicher Erwerbszweig entstand die Milchwirtschaft. Sie führte in Henstedt zur Gründung von zwei Meiereien. Zunächst wurde die sogenannte „Kuhmeierei“ von größeren Bauern gegründet. Als Kleinbauern 1897 eine zweite Meierei, die Neue Genossenschaftsmeierei („Ziegenmeierei“), gründeten, konnte sich die alte nicht mehr halten.
| Ort | Henstedt-Ulzburg |
| Autor | HU entdecken |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus |
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| Bildquelle | Gemeindearchiv Henstedt-Ulzburg |
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