Henstedts alter Bahnhof um 1910
Im Zuge des Baus einer Eisenbahnlinie zwischen Elmshorn und Bad Oldesloe wurde 1907 der Bahnhof Henstedt-Kisdorf errichtet. Da diese Strecke als einzige Ost-West-Verbindung in Holstein von strategischer Bedeutung war, erhielten einige Bahnhöfe an dieser Strecke auf Anweisung der Militärverwaltung lange Rangiergleise - so auch Henstedt.
Die hiesigen Bauerndörfer profitierten von der neuen Anbindung: An den Stationen wurden heimische Produkte wie Getreide, Heu, Mühlenfabrikate, Fleischwaren, Wachs, Feld- und Gartenfrüchte, Butter und Milch verfrachtet. Die Milchkannen wurden abends von den Bahnangestellten an den Haltestellen eingesammelt und von Ulzburg aus mit der AKN nach Altona transportiert. Angeliefert wurden hauptsächlich Massengüter wie Mineraldünger, Saatgut, Bauteile und Brennstoffe, die auf dem Schienenweg besser befördert werden konnten als mit Pferd und Wagen. Auch für den Personenverkehr hatte die EBOE in der Nähe der Großstadt eine wichtige Funktion, vor allem an den Knotenpunkten Elmshorn, Ulzburg und Oldesloe.
1973 wurde die EBOE stillgelegt.
| Ort | Henstedt-Ulzburg |
| Autor | HU entdecken |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Straße/Verkehr |
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| Bildquelle | Gemeindearchiv Henstedt-Ulzburg |
| Urheber | unbekannt |
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