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Hochgrab Hans Fugger 1584

Das Hochgrab ist im Chor der Schlosskirche.

Schloss- und Pfarrkirche St. Peter und Paul sowie das Hochgrab von Hans Fugger

Wie bereits zuvor kurz erwähnt, wurde auch die Kirche von Hans Fugger in den Jahren 1581- 1583 erbaut. Sie ist Teil des Schlosswestflügels und es besteht vom Schloss aus ein direkter Zugang zum Chorraum, wo auf einer kleinen Empore die Plätze für die Familie Fugger waren und immer noch sind. Der Vorgängerbau wurde von Hans von Hürnheim, einem Ritter, welcher für Kirchheim 1490 das Marktrecht erhielt, erbaut. Der 58 m hohe Kirchturm z.B. ruht noch auf dem alten quadratische spätgotischen Unterbau. Er ist aufgrund

seiner Größe und Form – er besitzt einen achteckigen Aufsatz mit sogenannter welscher Haube – schon von weitem sichtbar und ein Wahrzeichen Kirchheims geworden. Eine Besonderheit des Turmes ist zudem die Uhr, die schon manchen Besucher in Verwunderung versetzt hat, wenn er versucht hier die Uhrzeit abzulesen. Es befinden sich nämlich zwei Zifferblätter am Turm: eines für den Stunden- und ein anderes für den Minutenzeiger. Man muss die Uhrzeit also getrennt ablesen.

Über die Jahrhunderte wurde die Innengestaltung der Kirche immer wieder verändert, so dass kaum noch bauzeitliche Stücke zu finden sind.

Das Hochgrab des Hans Fugger im Chor ist eines davon. Auch hier war wieder Hubert Gerhard am Werk, der in den Jahren 1584-1587 Wachsmodelle herstellte, nach denen das Marmorgrab gefertigt wurde. Es zeigt Hans Fugger in Prunkrüstung auf einem Marmorsockel liegend.

Als weitere Ausstattungsgegenstände dieser Zeit seien das Sakramentshaus von 1583 an der Chornordwand und das ehemalige Hochaltarblatt, welches Petrus und Paulus zur Mutter Gottes aufblickend zeigt. Das Bild stammt vom Münchner Hofmaler Alessandro Padovini um 1580. Der Hochalter selbst wurde im Zuge der letzten großen Renovierung der Kirche um 1954/5 aus der Kirche entfernt. Ebenso wie sämtliche Wandbemalungen und die meisten Ausstattungsgegenstände. Die Idee damals war, dass Kirche und Schloss als bauliche Einheit auch optisch als solche erkennbar werden. Daher sollten die Stilelemente der Renaissance und der Gotik in den Vordergrund gestellt werden. Dies geschah durch eine grundsätzliche Reduzierung der Ausstattung und eine einheitliche weiße Farbgebung. Auf diese Weise sollten die in der Kirche belassenen Einzelstücke ihre volle Wirkung erfahren.

Zu diesen zählen ohne Zweifel auch die beiden Bilder der Seitenaltäre. Es handelt sich links um eine Darstellung der Mariae Himmelfahrt von Peter Paul Rubens und rechts eine heilige Familie von Domenico Zamperini, genannt Domenichino.

 

Ort Kirchheim
Autor Kirchheim
Kategorien
Tourismus
Burg/Schloss
Suchbegriffe / Tags
Schloss Kirchheim i. Schwaben
Kirchheim
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Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Kunstverlag Josef Fink, Schlossführer
Urheber
Josef Fink
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