Jüdischer Friedhof 2018
Hintergrundinformationen zu jüdischen Friedhöfen
Jüdische Friedhöfe liegen normalerweise außerhalb des Ortes, beziehungsweise 50 Ellen von der Bebauungsgrenze entfernt, sodass auf dem Friedhof Ruhe gewährleistet wird. Es gibt keine Gemeinschaftsgräber und jeder bekommt seinen eigenen, nach Osten gerichteten Grabstein. Diese Richtung ist besonders wichtig, da im Osten Jerusalem liegt und dort die Sonne aufgeht. Die Grabsteine sind durch Symbole, die die Herkunft des Toten zeigen sollen, verziert.
Die Friedhöfe werden nicht gepflegt oder mit Blumen geschmückt. Man legt als Zeichen der Verehrung graue Steine auf die Grabsteine. Zusätzlich dürfen die Friedhöfe am Sabbat nicht betreten werden.
Der alte jüdische Friedhof in Lörrach
1670 wurde der alte jüdische Friedhof am Schädelbergweg (heute Schützenwaldweg) angelegt und wurde bis 1902 verwendet. 1891 wurde neben dem städtischen Friedhof mit dem Bau des neuen jüdischen Friedhofs begonnen, der bis heute noch belegt wird.
Der Friedhof wurde in seiner Geschichte mehrmals demoliert, bis er schließlich in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 schwer beschädigt wurde. 1940 sollte er letztendlich eingeebnet werden, wozu es aber nie kam. So konnte der Friedhof nach Ende der NS-Herrschaft 1945 wiederhergerichtet werden. Dennoch sind nur noch 24 Grabsteine erhalten, drei von ihnen datierbar (1869, 1879, 1902). Die restlichen Grabsteine sind Fragmente oder ohne Inschriftplatten.
| Ort | Lörrach |
| Autor | Rothe |
| Kategorien | Erinnern Platz/Park |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | eigene Fotographie |
| Urheber | Felix Joeken, hgl |