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Königsbrücke 1989

Innerdeutsche Grenze Kapern - Bömenzien

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An dieser Stelle befand sich einst die Königsbrücke. Die Königsbrücke war Teil eines alten kurbrandenburgischen Verkehrsweges, der die Altmark mit der Prignitz verband. Selbst nach der Abtretung von Holtorf, Kapern und Gummern an das Kurfürstentum Hannover im Jahr 1719 wurde preußischen Post- und Frachtwagen weiterhin die freie Fahrt gewährt.

Ihren Namen verdankt die Königsbrücke dem Umstand, dass sich der mündlichen Überlieferungen nach um 1860 die Könige von Preußen und Hannover auf der Brücke getroffen haben sollen. Gemeinsam folgten sie der Einladung der Herren von Jagow auf Aulosen, um in der Garbe bei Wanzer auf Fasanenjagd zu gehen. Seitdem wurde die Brücke Königsbrücke genannt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen Teilung Deutschlands wurde die Königsbrücke zu einem Mahnmal der Trennung. In der Mitte der Brücke verlief die Grenze zwischen der BRD und der ehemaligen DDR.

Mit der Wende im November 1989 änderte sich auch die Bedeutung der Königsbrücke. Bereits im Januar 1990 begannen Verhandlungen zur Einrichtung eines Grenzübergangs für motorisierte Fahrzeuge. Am 31. März 1990 wurde eine neue Fahrbahn eröffnet, und Kontrollgebäude wurden errichtet. Dabei musste die Königsbrücke selbst weichen, und das Bauwerk wurde durch einen Rohrdurchlass ersetzt. Im Wendland-Archiv gibt es zahlreiche Fotos von den Bauarbeiten und der Eröffnung des Grenzübergangs: https://www.wendlandarchiv.de/searchOverAll/5.

Der neue Grenzübergang wurde rege genutzt, bis am 1. Juli 1990 die Grenzkontrollen endgültig eingestellt wurden.

© 2026 Stephan Prieß

 

The Königsbrücke (King's Bridge) once stood at this location. It was part of an old Electorate of Brandenburg transport route connecting the Altmark and Prignitz regions. Even after the villages of Holtorf, Kapern, and Gummern were ceded to the Electorate of Hanover in 1719, Prussian mail coaches and freight wagons were still granted free passage.

The bridge owes its name - Königsbrücke - to an event said to have taken place around 1860, when, according to oral tradition, the kings of Prussia and Hanover met there. Together, they accepted an invitation from the von Jagow family of Aulosen to hunt pheasants in the Garbe area near Wanzer. From that time on, the bridge was known as the Königsbrücke.

Following the end of the Second World War and the subsequent division of Germany, the Königsbrücke became a symbol of that separation. The border between the Federal Republic of Germany (West Germany) and the former German Democratic Republic (East Germany) ran across the middle of the bridge.

The political changes of November 1989 (the "Wende") also altered the significance of the Königsbrücke. Negotiations to establish a border crossing for motor vehicles began as early as January 1990. A new roadway opened on March 31, 1990, and checkpoint buildings were erected. In the process, the original Königsbrücke had to be removed, and the structure was replaced by a culvert. The Wendland Archive contains numerous photographs of the construction work and the opening of the border crossing: https://www.wendlandarchiv.de/searchOverAll/5.

The new border crossing saw heavy use until border controls were permanently discontinued on July 1, 1990.

© 2026 Stephan Prieß

Ort Gollensdorf
Autor Stephan
Kategorien
Tourismus
Erinnern
Straße/Verkehr
Brücke/Fluss
Wiederaufbau
Abriss
Suchbegriffe / Tags
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Wendland-Archiv
Urheber
Otto Kiehn
Urheber Vergleichsbild
Stephan Prieß
Lizenz Vergleichsbild Alle Rechte vorbehalten
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