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Landwehr bei Kapern 1699

Grenzwallanlage zwischen Gartow und der Mark Brandenburg

English version below

Im Jahr 1694 erwarb Andreas Gottlieb von Bernstorff, Kanzler des Herzogs Georg Wilhelm von Celle und später erster Minister des Kurfürsten von Hannover, des späteren Königs Georg I. von England, die Gutsherrschaft Gartow von der Familie von Bülow, die dort rund 250 Jahre ansässig gewesen war. Bernstorff handelte zunächst im politischen Auftrag seines Landesherrn: Er sollte die wiederkehrenden Grenzstreitigkeiten zwischen dem Fürstentum Lüneburg und Brandenburg im Bereich der Gartower Besitzungen beilegen. Es gelang ihm, die Grenze dauerhaft zu sichern und das Gartower Grenzgebiet endgültig dem Fürstentum Lüneburg einzugliedern.

Die damals festgelegte Grenze wurde im Grenzrezess vom 28. Oktober 1699 bestätigt. Bis 1719 gehörten die Orte Holtorf, Kapern und Gummern zur Altmark und damit zur Mark Brandenburg. Der historische Grenzverlauf ist auf dieser Karte von 1695 gut erkennbar: https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4543441&icomefrom=search.

An dieser Stelle verlief einst die Landesgrenze, die durch eine Landwehr gesichert wurde. Von der ursprünglich rund 500 Meter langen Wallanlage sind heute ein nördlicher Abschnitt von etwa 120 Metern und ein südlicher Abschnitt von rund 320 Metern erhalten. Der Grenzwall ist zwischen 2,5 und 7 Metern breit und teilweise von beidseitigen Gräben begleitet. Die Landwehr ist als Bodendenkmal im Denkmalatlas Niedersachsen eingetragen: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/28906271/1/-/.

© 2026 Stephan Prieß

 

​In 1694, Andreas Gottlieb von Bernstorff, chancellor of Duke Georg Wilhelm of Celle and later first minister of the Elector of Hanover, later King George I of England, acquired the Gartow manor from the von Bülow family, who had lived there for around 250 years. Bernstorff initially acted on the political orders of his sovereign: he was supposed to settle the recurring border disputes between the Principality of Lüneburg and Brandenburg in the area of ​​the Gartow possessions. He managed to permanently secure the border and finally incorporate the Gartow border area into the Principality of Lüneburg.

The border established at that time was confirmed in the border recession of October 28, 1699. Until 1719, the towns of Holtorf, Kapern and Gummern belonged to the Altmark and thus to the Mark of Brandenburg. The historical border is clearly visible on this map from 1695: https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4543441&icomefrom=search.

The national border, which was secured by a Landwehr, once ran at this point. Of the originally around 500 meter long ramparts, a northern section of around 120 meters and a southern section of around 320 meters have been preserved. The border wall is between 2.5 and 7 meters wide and is partly accompanied by ditches on both sides. The Landwehr is registered as an archaeological monument in the Lower Saxony Monument Atlas: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/28906271/1/-/.

© 2026 Stephan Prieß

Ort Schnackenburg
Autor Stephan
Kategorien
Erinnern
Stadttor/-mauer
Rekonstruktion
Suchbegriffe / Tags
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Urheber
Stephan Prieß
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