Ledererstraße 2 um 1890
1738 von Philipp Jakob Köglsperger für den Hofmedicus Dr. J.W. Bergbauer errichtet, war es sicher eine der eigenwilligsten Rokokoschöpfungen Münchens. Es wurde von einem breiten und geschwungenen Giebel überragt, wie er im barocken München sonst nicht vorkam (er hat hingegen eine große Ähnlichkeit mit dem Giebel des Hauses Stadtplatz 49 in Burghausen, dem ehemaligen Beamtenwohnhaus der kurfürstlichen Regierung, dessen Fassade aus derselben Zeit stammt und welches ebenfalls ein "Auge Gottes" im Giebel trägt). Das Haus wurde 1897 abgerissen für den Neubau der Sparkasse, der heute noch steht.
Links hinten sieht man den Turm der Heiliggeistkirche, rechts läuft noch der offene Pfisterbach am Haus vorbei. Der Pfisterbach wurde im Zuge des Neubaues der Sparkasse überbaut und fließt seitdem unterirdisch. Die neu entstandene Straße wurde verbreitert und heißt seitdem Sparkassenstraße.
Quellen:
Erdmannsdorfer, Karl: Das Bürgerhaus in München. Tübingen 1972
Burgmaier, Andreas / Schneider, Gustav: Häuserbuch der Stadt München - Band 1: Graggenauer Viertel; München 1958
Bayerischer Denkmalatlas (bzgl. des Hauses Stadtplatz 49 in Burghausen)
| Ort | München |
| Autor | leonardo |
| Kategorien | Abriss |
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| Bildquelle | Aus „Münchener Architektur des 18. Jahrhunderts" (1892) von Otto Aufleger (Herausgeber) |
| Urheber | Fotograf: Joseph Albert |