Löwenturm 1900
Ansicht des Löwenturmes auf dem rückwärtigen Grundstück des Hauses Rindermarkt Nr. 8, gesehen vom westlich benachbarten Haus Nr. 9. Die Funktion des Löwenturmes ist nicht ganz klar, früher nahm man an, dass er Teil der ersten Stadtmauer aus dem 12. Jh. wäre, diese These gilt aber inzwischen als widerlegt, da Reste der alten Stadtmauer ca. 15 m nördlich des Turmes gefunden wurden. Am wahrscheinlichsten gilt die These, dass es sich um eine Art Geschlechterturm handle, da bei Restaurierungen im Jahre 2006 in den Innenräumen spätgotische Wandmalereien mit Wappen reicher Münchner Familien gefunden wurden. Zu den verschiedenen Theorien und weiteren geschichtlichen Hintergründen siehe hier. Das Innere des Turms ist nicht zugänglich, da es im Turm weder Türen noch Treppen gibt; vor der Zerstörung der Nebengebäude waren die einzelnen Geschoße durch die angrenzenden Gebäude erreichbar. In den oberen Turmzimmern haben sich Wandmalereien aus dem 15./16.Jh. erhalten. Auf älteren Zeichnungen besitzt der Turm keine Zinnen; diese wurden 1895 in Anlehnung an den früheren mittelalterlichen Zustand, so wie er im Stadtmodell von Sandtner zu sehen ist, rekonstruiert.
Der Turm blieb nach den Bombardierungen des 2. Weltkriegs als einziges Bauwerk seiner Umgebung stehen und bildet seitdem einen Solitär.
Weitere historische Ansichten hier, hier und hier.
Quellen:
Burgmaier, Andreas / Schneider, Gustav: Häuserbuch der Stadt München - Band 4: Angerviertel; München 1966
https://de.wikipedia.org/wiki/Löwenturm (abgerufen am 9. Oktober 2019)
https://www.tz.de/muenchen/stadt...(abgerufen am 9. Oktober 2019)
| Ort | München |
| Autor | leonardo |
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| Bildquelle | Stadtarchiv München - Sammlung Pettendorfer |
| Urheber | Georg Pettendorfer |