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Neue Synagoge 2018

Neubeginn

Geschichte der jüdischen Gemeinde Lörrachs

1660/70

Juden werden erstmals in Lörrach erwähnt; überliefert ist eine Kaufurkunde für das Friedhofsgelände am Schützenwaldweg.

 

17. Jh.

In der heutigen Turmstraße wird ein rituelles Bad errichtet.

 

1738

Überliefert sind drei jüdische Familien.

 

1778

Überliefert sind acht jüdische Familien. Diese sind vorwiegend im Viehhandel beschäftigt.

 

Ab 1802

Juden dürfen nun öffentliche Läden führen, wodurch sich ihr berufliches Tätigkeitsfeld verändert.

 

1808/1809

Bau der Synagoge in einem Hinterhof in der heutigen Teichstraße.

 

1818/19

In der heutigen Teichstraße 15 wird ein jüdisches Gemeindehaus errichtet, welches in den folgenden Jahrzehnten als Herberge, Spital und Schulhaus dient.

 

1875

Höchstzahl von 248 Juden erreicht (bei einer Einwohnerzahl Lörrachs von etwa 10.000).

 

1914-1918

Während des 1. Weltkriegs fallen sechs Soldaten der jüdischen Gemeinde.

 

bis 1933

Die jüdischen Gemeindemitglieder sind ein integrierter Teil des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens der Stadt.

 

1933

Zum Zeitpunkt der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler leben in Lörrach 162 Juden.

 

1936

Wegen zunehmender diskriminierender Gesetze sowie der Boykotte gegen jüdische Geschäfte wandern immer mehr Juden aus Lörrach aus. Bis 1940 verlassen 2/3 der jüdischen Gemeindemitglieder die Stadt.

 

9./10.11.1938

In der Reichspogromnacht wird die Synagoge in der Teichstraße zerstört. Auch die beiden Friedhöfe werden geschändet. Die jüdischen Männer der Gemeinde werden für einige Wochen ins KZ Dachau gesperrt.

 

22.10.1940

Deportation von rund 50 Lörracher Juden in das Internierungslager nach Gurs in Südfrankreich

 

8.5.1945

Vollständige Kapitulation des Deutschen Reichs

 

1976

Anbringung einer Gedenktafel in der Synagogengasse

 

1980er/90er

Vermehrter Zuzug jüdischer Familien aus Osteuropa

 

1995

Neugründung der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach

 

2008

Einweihung der neuen Synagoge in der Rainstraße

 

Die Israelitische Kultusgemeinde zählt heute wieder ca. 450 Mitglieder. Das Einzugsgebiet reicht von Badenweiler im Norden bis Waldshut im Westen.

Ort Lörrach
Autor Rothe
Kategorien
Stadtbild
Synagoge
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Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
Bildquelle
Eigene Fotographie
Urheber
Felix Joeken, hgl

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