Oberes Schloss
Dass ein Streit unter Geschwistern nicht nur etwas zu Bruch gehen lassen muss, sondern auch Schönes entstehen kann, zeigt die Geschichte des Oberen Schlosses.
Das Obere Schloss wurde vermutlich bereits im Mittelalter als Burg errichtet und im 17. Jahrhundert während des Dreißigjährigen Krieges durch Überfälle der Kronacher stark beschädigt. Es blieben nur der Keller mit den Grundmauern und Reste des Erdgeschosses mit seinen Kreuzgratgewölben erhalten.
Als jedoch Johann Ludwig von Würtzburg im Jahre 1713 aus dem Wasserschloss ausziehen musste, weil er Streit mit seinen Brüdern hatte, konnte die Wiederherstellung des Herrenhauses in Angriff genommen werden. Damals erhielt es seine heutige Form im Stil einer italienischen Villa.
Um 1878 ließ der Freiherr Ludwig von Würtzburg, der hier vorübergehend mit seiner griechischen Gemahlin Regina wohnte, An- und Ausbauten nach seinem Geschmack vornehmen. Am schmiedeeisernen Tor zur Schlosseinfahrt sind noch immer die Initialen von Ludwig von Würtzburg und Regina von Würtzburg zu finden.
Im Schlosspark befindet sich die Grabkapelle von Baron Edmund von Würtzburg, dem einzigen Sohn von Ludwig von Würtzburg. Der Sohn und der hochbetagte Vater zogen gemeinsam in den Ersten Weltkrieg. Doch nur der Vater sollte lebend zurückkehren. Sein Sohn starb in seinen Armen und mit ihm das Adelsgeschlecht im Mannesstamm. Im Gedenken an seinen Sohn Edmund hat Ludwig von Würtzburg die Grabkapelle errichtet.
Später wurde das Schloss von der Mitwitzer Ehrenbürgerin Baronesse Anne-Marie von Cramer-Klett bewohnt. Bis heute befindet sich das Obere Schloss im Privatbesitz der Familie Cramer-Klett.
| Ort | Mitwitz |
| Autor | Markt Mitwitz |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Burg/Schloss |
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| Bildquelle | Gemeinde Markt Mitwitz |
| Urheber | Ari Savas (Bildrechte: Marktgemeinde Mitwitz) |
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