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Palais Fugger-Zinneberg um 1885

Rokoko-Palais, Theatinerstraße 11 (Alte Akademie, Cottahaus)

Erbaut zwischen 1741-1760 nach Plänen von François de Cuvilliés durch Kurfürst Karl Albrecht für dessen Geliebte Maria Anna Josepha Gräfin von Fugger von und zu Kirchberg und Weißenhorn zu Zinneberg. Im Vergleich zu den ansonsten fantasiereicher und opulenter dekorierten Münchner Rokokofassaden Cuvilliés' ist diese Fassade eine Mischung aus dem kühleren und klassisch-ausgewogenen französischen Rokokostil (siehe Hôtel de Roquelaure oder Hôtel de Noirmoutier in Paris) und dem damals beginnenden Frühklassizismus. Ab 1760 wird es Sitz der Churbayerischen Akademie (deswegen dann "Alte Akademie" genannt), ab 1808 dient es als Gästehaus für die königliche Familie ("Königliches Palais") und 1827 wird es von Ludwig I. an den Verleger und Politiker Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf verkauft (seitdem hieß es "Cotta-Haus"). 1886 wird es von der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank ersteigert und 1896 zusammen mit den nördlichen Nebenhäusern abgerissen und durch einen neubarocken Bankenpalast ersetzt, der im 2. Weltkrieg zerstört wird.
Hier eine Ansicht des Palais Fugger-Zinneberg von 1895 kurz vor dem Abbruch, bei dem man das Palais mit im Erdgeschoß eingebauten Ladenvitrinen sieht, sowie rechts angrenzend die Bürgerhäuser Nr. 12 & 13, die 1896 ebenfalls dem Neubau der Hypotheken- und Wechselbank weichen mussten (links angeschnitten das Mielich-Haus).

Quellen:
Konstantin Köppelmann, Dietlind Pedarnig: Münchner Palais. München 2016

Ort München
Autor leonardo
Kategorien
Abriss
Suchbegriffe / Tags
Rokoko
Cuvilliés
Theatinerstraße
Palais
Barock
Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
Bildquelle
Aus „Münchener Architektur des 18. Jahrhunderts" (1892) von Otto Aufleger (Herausgeber)
Urheber
Fotograf: Joseph Albert
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