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Pfründhaus | 1898

Ein Lebensabend im Pfründhaus ist kostspielig

Ende des 19. Jahrhunderts steht an der Stelle des heutigen Colombi Hotels das Freiburger Pfründhaus - ein prachtvoller Bau im Neo Renaissance Stil. Als Pfründer werden seinerzeit Pensionäre bezeichnet, die sich durch Einbringen von Besitz und Erbe -  Pfründe genannt -  dauerhaft Unterkunft und Pflege für das Alter sichern. Damals wie heute ist das eine kostspielige Angelegenheit.

Die Unterbringung in den schicken Einzelzimmern des Pfründhauses können sich nur die Herrenpfründer - wohlhabende Bürger - leisten. Armenpfründer verbringen den Lebensabend im angrenzenden Heiliggeistspital, welches sich seinerzeit entlang der Gauch- bis zur Merianstrasse erstreckt. Dort wohnen sie in Gemeinschaftskammern bei eher karger Kost und arbeiten im Spital mit. Für Armenpfründer herrscht strenges Regiment. Wer ungehorsam ist, kann zu öffentlichen Arbeiten herangezogen werden oder sich sogar im Arbeitshaus wiederfinden.

Sicherlich kein Zufall ist, dass das städtische Leih- oder Pfandhaus Anfang des 19. Jahrhunderts im Heiliggeistspital gegründet wird und dort zwanzig Jahre seinen Standort hat. Um sich in das Heiliggeistspital oder Pfründhaus einzukaufen, mussten viele Menschen nahezu ihren gesamten Besitz verwerten.

Ort Freiburg im Breisgau
Autor Romalu3
Kategorien
Stadtbild
Suchbegriffe / Tags
Colombi Hotel
Pfründhaus
Pensionäre
Pfründner
Spital
Leihhaus
Pfandhaus
Heiliggeistspital
Pfründer
Altenheim
Pflegen
Rotteckdenkmal
Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
Bildquelle
www.alt-freiburg.de
Urheber
Unbekannt

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