Piazza di Pescaria 1752
Ist man einmal um das gesamte Theater herumgelaufen, wird deutlich, dass sich eine starke Einbeziehung antiker Bauten in das alltägliche Stadtbild nachvollziehen lässt. Wie auf diesem Bild zu erkennen ist, wurde der angrenzende Platz im 18. Jahrhundert verwendet und die umliegenden Gebäude mit antiken Ursprüngen integriert und umfunktioniert. Dennoch wird auf die ursprünglichen (zu vermutenden) Funktionsweisen hingewiesen.
Dass die Nähe zur Tiberinsel eine begehrte Position im Mittelalter und der Frühen Neuzeit gewesen ist, wurde bereits erwähnt. Dies hatte zur Folge, dass sich die wohlhabendsten Familien dort versuchten unterzubringen. Mit diesem Stützpunkt sicherte man sich eine gute Zugriffsmöglichkeit, dank welcher man die Stadtbevölkerung leicht ‚gefügig‘ machen konnte. Rohstoffe und Nahrungsmittel mussten die Tiberinsel passieren, sodass die Zufuhr in bestimmten Situationen auch sanktioniert oder einbehalten werden konnten und zwar von derjenigen Gruppierung, die Zugriff auf diese Region hatte. Das hatte zur Folge, dass die im Marcellustheater ansässige Familie einen enormen Einflussfaktor besaßen. Die zuvor zugemauerten Bögen stammen ursprünglich von einer Umfunktionierung des Theaters zu einer Festung. Seit 1712 können die Orsini bis heute das Theater als ihren Sitz behaupten.
Auf die wichtige Bedeutung dieses Areals bezüglich der städtischen Versorgung weißt zudem auch der Name hin: Piazza di Pescaria heißt Fischmarkt. Die schönen antiken Ruinen am Fischmarkt stammen größtenteils aus augusteischer Zeit und gehören zur Porta Octavia, welcher der Schwester des Augustus Octavia gewidmet war.
| Ort | Roma |
| Autor | Romexkursion2018 |
| Kategorien | Stadtbild Abriss |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | Wikimedia Commons |
| Urheber | Giuseppe Vasi |
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