Pinneberger Straße Nr. 54 um 1980
"Das erste Spritzenhaus in Egenbüttel wurde 1889 an der Dorfstraße in der Nähe der Friedenseiche erbaut (neben dem heutigen Ehrenmal). Einziges Gerät war damals eine Handdruckspritze, die mit Pferd und Wagen zur Brandstelle befördert werden konnte. Die Freiwillige Feuerwehr Egenbüttel konnte erst am 6. Juni 1942 auf einem Schulungsabend der Pflichtfeuerwehr im Gasthaus "Hohle Eiche" gegründet werden. Schon einmal war vor längerer Zeit versucht worden, eine freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen. "Durch verschiedene Umstände, die seiner Zeit nicht zu überbrücken waren, kam es nicht zur Gründung. Inzwischen sind Jahre vergangen, und heute ist es soweit, daß die Gründung einer freiwilligen Wehr von höherer Dienststelle verlangt wird." Aus den Jahrgängen 1924 bis 1927 meldeten sich sofort 18 Mann zum Eintritt. Anwesend war auch der Bürgermeister von Egenbüttel, Gustav Schadendorf. (Sein langjähriger Vorgänger Hans Reumann hatte "das Vertrauen der NSDAP" verloren und das Amt niederlegen müssen.) Die "Führerschaft" der Wehr bestand aus Jonny Gätjens (Wehrführer), Wilhelm Vogt (Stellvertreter), Hans Koppe (Kassenwart), Johs. Karp (Stellvertreter), Ernst Karp (Schriftführer) und Ewald Möckelmann (Stellvertreter). Um in der Nachkriegszeit Ausrüstungsgegenstände zu beschaffen, reichte die Steuerkraft der Gemeinde Egenbüttel nicht aus, deshalb führte die Feuerwehr 1946 unter den Dorfbewohnern eine Sammlung durch. Im Jahre 1956 wurde an der Pinneberger Straße neben der Schule ein neues Gerätehaus erstellt, das 1977 abgerissen werden musste, da es nicht mehr ausreichte. Das heutige Gerätehaus mit Platz für drei Fahrzeuge, mit Werkstatt und Schulungsraum, entstand an der gleichen Stelle. In den Jahren 1970/71 wurden - wahrscheinlich durch Brandstiftung - mehrere Strohdachhäuser in Egenbüttel und der näheren Umgebung ein Raub der Flammen. Die Feuerwehren konnten sich lediglich auf den Schutz der Nachbarhäuser beschränken. Die Vereinigung der Gemeinden Rellingen und Egenbüttel zum 1. Januar 1974 brachte für die beiden vorhandenen Feuerwehren kaum Veränderungen." (Vgl.: Manfred O. Niendorf, Gemeinde Rellingen (Hrsg.): Chronik Rellingen, 1992, S. 282 ff.)
| Ort | Rellingen |
| Autor | Gemeinde Rellingen |
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