Portal zur Basilika 2022
Kaiser Arnulf von Kärnten aus dem Adelsgeschlecht der Karolinger war ab 887 König des Ostfrankenreichs und von 896 bis 899 römischer Kaiser. Ludwig der Deutsche war sein Großvater.
Er brachte die Herzogwürde zurück nach Bayern und legte Regensburg als Mittelpunkt seiner Regierungstätigkeit fest. Von seinen 176 überlieferten Urkunden, wurden 61, also circa ein Drittel in Regensburg ausgestellt. Kurz nach seiner Regierungsübernahme begann er mit dem Bau einer neuen Pfalz in Regensburg und ließ eine Reihe von Reichsversammlungen abhalten. Die „alte“ Pfalz des Ludwigs des Deutschen wurde weiter für Versammlungen oder als Unterkunft für den Hochadel genutzt.
Der Grund Arnulfs für die Wahl des Standorts der neuen Pfalz war seine tiefe Verehrung des heiligen St. Emmerams, den er anschließend zum Patron seines Lebens und des Königreichs erhob. Somit wählte er den heutigen Bereich um den Emmeramsplatz, außerhalb der Stadtmauern, als neue Königspfalz. Das gotische Portal am Emmeramsplatz steht noch heute am selben Ort wie einst der Zugang in die Königspfalz (siehe Foto). Teile der heutigen Vorhalle von St. Emmeram stammen vom Thronsaal der Pfalz aus der Karolingerzeit, die im 9. Jhd. erbaut wurde. Die Marienkapelle wird unter Arnulf zur neuen Pfalzkapelle, in der die Gottesdienste des königlichen Hofes gehalten werden.
Quellen:
Hartmann, Wilfried: Kaiser Arnulf und die Kirche, in: Fuchs, Franz/ Schmid, Peter: Kaiser Arnolf. Das ostfränkische Reich am Ende des 9. Jahrhunderts, München 2002, S. 221-243.
Schmid, Peter: Kaiser Arnolf, Bayern und Regensburg, in: Fuchs, Franz/ Schmid, Peter: Kaiser Arnolf. Das ostfränkische Reich am Ende des 9. Jahrhunderts, München 2002, S. 187- 221
| Ort | Regensburg |
| Autor | Hannah Rem |
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