Postkraftwagenhof
Das historische Bild zeigt vier ukrainische Zwangsarbeiterinnen in ihrer besten Kleidung. Es entstand im Innenhof des damaligen Postkraftwagenhofes in der Grieshaberstraße. Noch heute ist die bauliche Situation im Hintergrund fast unverändert.
Möglicherweise zeigt das Foto einige Zwangsarbeiterinnen auf einem Spaziergang. Denn obwohl die Arbeit hart und die Behandlung teilweise unmenschlich war, gab es durchaus Ruhezeiten zur Erholung. In der Regel waren der Samstagnachmittag und der Sonntag frei. Mit der Zeit wurden die Kontrollen gelockert.
Auf ihren Spaziergängen konnten die Lagerinsassinnen andere Zwangsarbeitende treffen. Das führte sogar zu Beschwerden durch die Furtwanger Bevölkerung, weil die Parkbänke häufig belegt waren. Der Besuch von Kinos, Cafés oder selbst der Kirche war aber nicht erlaubt.
Eine weitere Möglichkeit der gemeinsamen Freizeitgestaltung war die Musik. Einige „Ostarbeiterinnen“ hatten aus ihrer Heimat Musikinstrumente mitgebracht. Das gemeinsame Singen ukrainischer Volkslieder half ihnen, ihr Leid zu verarbeiten und etwas Kraft zu finden.
Einige Frauen arbeiteten aber auch in ihrer Freizeit in Privathaushalten, um die mageren Rationen aufzubessern.
| Ort | Furtwangen im Schwarzwald |
| Autor | Uhrenmuseum Fur... |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | NGO After Silence, AS_1_86 (© NGO After Silence) |
| Urheber | Unbekannt |
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| Lizenz Vergleichsbild | Alle Rechte vorbehalten |
| Zugeordnete Touren | Zwangsarbeit in Furtwangen |