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Punkt 22 Stadtrundgang 2020

OBERMARKT

OBERMARKT

Zusammen mit der Marktstätte (siehe Nr. 4) wichtigster Platz der Reichsstadt Konstanz und eine der Richtstätten des mittelalterlichen Gemeinwesens. Im Norden begrenzt durch die schon 1419 als Gasthaus erwähnten Häuser „Zum Egli" und „Zum Kemlin" (Kamel). Der heutige Name „Hotel Barbarossa" erinnert an den 1183 durch Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) geschlossenen „Frieden von Konstanz" mit dem lombardischen Städtebund. Rechts daneben ein spät-gotisches Hochhaus. Seine 1906 entstandene Fassadenmalerei (Carl von Häberlin) nimmt Bezug auf die von Ulrich Richental beobachtete und in seiner Chronik beschriebene Belehnung des Burggrafen Friedrich von Nürnberg mit der Mark Brandenburg 1417. Im Erdgeschoss des Geschäftsgebäudes findet sich eine Holzsäule mit dem Familienwappen und dem Namen seiner Erbauer: „Haffen von Lindow". Daher sein Name: Haus „Zum hohen Hafen". Richtung Süden dominieren das „Malhaus" und der „Fischgrat" den Platz. 1293 erstmals als „Gemalhus" (Haus an der Richtstätte) erwähnt diente es zu Konzilzeiten als Wohnhaus des Vorsitzenden der weltlichen Delegation Englands, Graf Richard von Warwick, sowie seit dem 14. Jh. für eine Apotheke. Als besonders sehens-wert gilt der prachtvolle wiederverwendete Spätrenaissance-Erker, der vom Haus „Zum Strahl" (Rosgartenstraße 34) stammt. Im Westen schließen das Haus „Zum großen Mertzen" mit seinem reich bewegten Giebel (Wappen der Familie Atzenholz) von 1601 und jenseits der Laube die 1873 fertiggestellte evangelische Lutherkirche den Platz ab. Reste der ehemaligen Ratskapelle St. Lorenz verbergen sich in dem nordöstlich gelegenen Geschäftshaus links neben der „Feuergasse".

Ort Konstanz
Autor MTK_2019
Kategorien
Stadtbild
Suchbegriffe / Tags
Konstanz
Stadtrundgang Konstanz
Konzilort
Konzil Konstanz
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Dagmar Schwelle
Urheber
Zugeordnete Touren Stadtrundgang in Konstanz

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