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Punkt 31 Stadtrundgang 2020

MÜNSTER UNSERER LIEBEN FRAU

MÜNSTER UNSERER LIEBEN FRAU UND MÜNSTERPLATZ

(barrierefreier Zugang über die Südseite, nicht alle Räume sind begehbar)

Dom des 1821 aufgelösten Bistums Konstanz. In den Ruinen des an gleicher Stelle existierenden spätrömischen Kastells entstand spätestens im 7. Jh. eine erste Kathedralkirche, die später mehrfache Veränderungen erfuhr. Die romanische Säulenbasilika wurde 1089 geweiht und erfuhr nach der Reformation zahlreiche Umbauten und Renovationen. Abschluss dieser Maßnahmen bildete die 1853 erbaute neugotische Turmspitze. 1955 erhielt das Münster den Ehrentitel einer „Basilica minor".

Während des Konstanzer Konzils 1414 – 1418 tagte hier die Kirchenvollversammlung, die am 6. Juli 1415 den Prager Reformator Jan Hus im Münster als Ketzer zum Tode verurteilte.

Im Inneren besonders sehenswert:

° Krypta: Anlage aus dem 9./10. Jh. mit den vier originalen Goldscheiben von der Außenwand des Chores. Das „Majestas Domini" genannte größte Stück dieses in der christlichen Welt einzigartigen Schatzes stammt aus der Zeit um 1000.

° Mauritius Rotunde: Als Nachbildung der Jerusalemer Grabeskirche Christi um 940 errichteter Rundbau. In seiner Mitte das im 13. Jh. erneuerte Heilige Grab. Ziel- und Ausgangspunkt großer mittelalterlicher Wallfahrten z. B. auf dem „Schwabenweg" nach Santiago de Compostela. Wandmalereien und Figurenschmuck der Gotik und Renaissance.

° Kreuzgang: Erhaltene Teile aus dem 13. bis 15. Jh. In der Silvesterkapelle spätgotische Wandgemälde.

° Konradskapelle: Anlage des 13. Jh. mit Kreuzigungsaltar des Bischofs Hugo von Hohenlandenberg (16. Jh.).

° Thomaschor: Spätmittelalterliches Treppenhaus, „Schnegg" genannt, mit reichem Figurenschmuck.

° Ostchor: Gotisches Gestühl mit reichen Schnitzarbeiten. Romanische Muttergottes aus dem 13. Jh.

° Mittelschiff: Romanische Monolithsäulen des 11. Jh. Kanzel von 1680.

° Welserkapelle: Meisterwerk spätgotischer Bildhauerkunst.

° Westwerk: Renaissance Orgelgehäuse (frühes 16. Jh.) sowie Wandmalereien verschiedener Epochen.

° Eingangshalle: Holztüren mit kunsthistorisch bedeuten-den geschnitzten Szenen aus dem Leben Jesu (1470) und „Großer Christus von Konstanz".

Das Münster steckt noch voll weiterer Sehenswürdigkeiten. Diese können aber teilweise nur während der regelmäßigen Führungen (Sommermonate) besichtigt werden. Auf Voranmeldung sind begleitete Rundgänge auch zu anderen Zeiten möglich. Auf keinen Fall versäumen sollte man eine Besteigung des Münsterturmes mit seinem atemberaubenden Rundblick. Auf dem Münsterplatz sichtbare Ruinen des spätantiken Kastells (um 300 n. Chr. errichtet) – unterirdische Ausstellung auf dem Münsterplatz, zugänglich nur im Rahmen von Führungen.

Ort Konstanz
Autor MTK_2019
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Stadtbild
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Kirche/Kloster
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Suchbegriffe / Tags
Münster Konstanz
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Konstanz
Stadtrundgang Konstanz
Konzilort
Konstanzer Konzil
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Bildquelle
Dagmar Schwelle
Urheber
Zugeordnete Touren Stadtrundgang in Konstanz

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